Fostex HP-A3

HP-A3_006Black Box

Mehr und mehr Produzenten erledigen heute einen Grossteil der Produktionsarbeit auf den Laptop, doch die internen Soundmodule der Rechner liefern meist nicht die beste Klangqualität. Was dem normalen Konsumenten zum Anhören von MP3-Dateien via Youtube & Co durchaus genügen mag, erfüllt nicht unbedingt den Anspruch eines Profis.
Eine Lösung bietet Fostex mit dem HP-A3. Xound hatte die kleine Box auf dem Prüfstand.

 

HP-A3_002Der erste Kontakt
Gleich beim Auspacken des Gerätes vielen die enorm kompakte Bauform des HP-A3 auf. Mit Abmessungen von nur 108mm x 36mm x 140mm (BxHxT) und einem Gewicht von nur 450 Gramm nimmt man den kleinen Helfer gerne in der Laptop-Tasche mit auf die Reise. Trotz der kleinen Bauform lässt sich das Gerät gut handeln. Die Bedienungselemente sind ausreichend groß dimensioniert, ebenso reicht das Eigengewicht, so dass die schwarze Box nicht durch ein eingestecktes Kopfhörer-Spiralkabel vom Tisch gezogen wird.
Die Spannungsversorgung sowie die Kommunikation mit dem Rechner erfolgt via USB 2.0. Es ist nicht notwendig, zusätzliche Treiber zu installieren. Nach dem Einstecken des USB-Kabels in ein MacBook ist das Interface sofort bereit -das nenne ich „Plug & Play“.
Falls man das Gerät als Standalone-Wandler von S/PDIF auf Analog einsetzen möchte, so sollte man sich ein USB-Hub oder –Netzteil zulegen, diese gibt es sehr günstig im Computerhandel.

HP-A3_004Konzept
Der Fostex HP-A3 vereint 32 Bit D/A-Wandler, D/D-Konverter, Kopfhörer-Verstärker und Monitor-Controller zu einem praktischen Tool.
Mit einem hochwertigen AKM 32bit DA-Wandler-Modul bestückt arbeitet das Gerät
generell mit einer Samplingrate von 96kHz. Spielt man im Rechner Audio-Files mit niedrigeren Samplingrates ab, so werden diese über ein internes Upsampling auf 96 kHz umgerechnet.
Eingangsseitig bietet der HP-A3 einen USB-Anschluss  sowie einen optischen Digital-Eingang (TOS-Link). Welcher der Eingänge relevant sein soll, lässt sich über einen Umschalter auf der Frontplatte des Gerätes festlegen.
Ausgangsseitig verfügt der Fostex HP-A3 über einen weiteren optischen Digital-Out. Dadurch hat man die Möglichkeit, das USB-Signal des Rechners direkt in ein optisches S/PDIF-Signal (Stereo) umzuwandeln. Dieses ist vor allem für alle Rechner interessant, die keinen optischen Digitalausgang an Board haben.
Für die analoge Welt stellt der HP-A3 einen Kopfhörer-Ausgang in Form einer 6,3 mm Klinkenbuchse auf der Vorderseite des Gerätes bereit. Alternativ lässt sich das Stereo-Signal auch an den beiden Cinch-Buchsen auf der Rückseite abgreifen -hier könnte man z.B. Monitor-System anschließen.
Welcher der analogen Ausgänge aktiv sein soll, lässt sich über einen kleinen Umschalter auf der Vorderseite wählen. Die Abhörlautstärke wird über einen Volumenregler, ebenfalls auf der Vorderseite eingestellt. 
Ansonsten wären noch zwei kleine LEDs zu finden: „Power“ zur Kontrolle der Stromversorgung und „Lock“ als Statusanzeige für die Digital-Verbindung via USB oder Optical.

HP-A3_001Anwendung und Fazit
Wie bereits Eingangs erwähnt, ist die Installation des HP-A3 völlig problemlos.
Der Sound des Interfaces übertrifft deutlich die Klangqualität der üblichen internen Rechner-Sound-Module und liefert somit deutlich mehr als nur einen externen Lautstärkeregler und Kopfhörer-Verstärker. Das Signal wirkt sehr transparent und frisch, die Höhen wirken seidig und auch der Bass zeigt eine klarere Kontur. Auch die räumliche Abbildung wirkt sehr exakt. 
Selbst wenn der HP-A3 aufgrund seiner Größe voreilig mit den vielen preiswerten Computerzubehörteilen verwechselt werden kann, wird beim Praxis-Einsatz klar, dass es sich beim kleinen Fostex um einen „ernsthaften“ Wandler handelt.
Beim Arbeiten mit der Wandler-Box viel ebenso auf, dass die Entwickler an praktische Details gedacht haben. Man hätte sicherlich die Umschaltung zwischen Kopfhörer und Monitor-Ausgabe auch über eine Schaltbuchse regeln können, sodass das Monitor-Signal automatisch beim Einstecken des Kopfhörers abschaltet. So wie es beim HP-A3 gelöst ist, kann man den Kopfhörer stets eingesteckt lassen und bei Bedarf einfach zwischen den Abhör-Alternativen umschalten. Dreht man den Volumen-Knopf hin und her, so bemerkt man, dass das Stereo-Panorama stets stabil ist, dies lässt auch in diesem Punkt auf hochwertige Bauteile schließen.
Gemessen an seiner äußeren Größe erscheint der  HP-A3 mit seinem UVP von 399 EUR nicht gerade preiswert. Setzt man den Preis jedoch in Relation zu den „inneren Werten“ des Gerätes, so rückt das Preis/-Leistungsverhältnis in eine akzeptable Größenordnung.

HP-A3_005Facts

  • Funktion: Kombination aus D/A-Wandler, Kopfhörerverstärker und einfachem Monitor-Controller (Einsetzbar als D/D-Konverter; USB auf Optisch)
  • Spannungsversorgung: über USB (PLL-Netzteil zur Gewährleistung einer stabilen Spannung)
  • Samplingrates:
    USB-Port: 96kHz
    Optical-Port: 32kHz – 96kHz
  • Auflösung: 16bit oder 24bit
  • Frequenzgang: 20Hz - 20kHz (+-0.3dB)
  • Kopfhörerausgang: Max Output: 100mW (32 Ohm )
  • Eingangswahl: USB / Optical (Optisch TOS-Link)
  • Ausgangswahl: Kopfhörer / Analog (RCA)
  • Unterstützte Rechner-Plattformen: Windows XP oder später und MacOS X
  • Abmessungen: 108mm (B) x 36mm (H) x 140mm (T)
  • Gewicht: ca. 450 g

UVP*: 399 EUR

www.megaaudio.de
Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy