Yamaha Tyros5

bg_lineup_f5 Sterne Keyboard

Mit dem neuen Tyros5 bringt Yamaha die fünfte Generation seines überaus erfolgreichen Entertainer-Keyboards auf den Markt. Wie schon bei den vorherigen Tyros-Versionen brodelte bereits Monate vor der Neuvorstellung wieder mal die Gerüchteküche der hartgesottenen Tyros-User - sowohl im Internet als auch in den zahlreichen Musikhäusern rund um den Globus. Yamaha hielt sich ganz bedeckt. Nun hat die Ungeduld seiner treuen Fans endlich ein glückliches Ende gefunden. Der neue Tyros5 ist da!

Vorgeschichte

Bevor wir uns dem eigentlichen Test des neuen Tyros5 widmen, möchte ich kurz all denjenigen Lesern, die das Tyros-Konzept noch nicht kennen, einen kurzen Überblick über die vorangegangenen Tyros-Modelle und deren Ausstattungen geben.
Vom Aufbau her ist der Tyros ein typisches und professionelles Entertainer-Keyboard mit 61 ungewichteten Tasten, das sowohl zu Hause als auch auf der Bühne flexibel einsetzbar ist.
Neben den normalen Keyboardfunktionen hat der Tyros einen Hard-Disk-Recorder (ab der Version Tyros2) zum Aufzeichnen von Audio-Daten und einen zusätzlichen Mikrofonanschluss für Gesangsstimmen an Board, die in Echtzeit mit speziellen Vocal-Effekten bearbeitet werden können. Dazu aber später mehr. Ebenso bietet der Tyros einen Vocal-Harmonizer, was so viel bedeutet, dass den über den Mikrofoneingang eingespeisten Gesangsstimmen ein 3-stimmiger Background-Chor hinzugefügt werden kann, der automatisch aus den Akkorden der Begleitautomatik gebildet wird. So hat man je nach Auswahl der Harmonizer-Presets weibliche oder männliche Unterstützung vor dem Publikum und steht nicht allein da.  Tyros5_000web2

Das Instrument ist 128-stimmig polyphon und war schon in der ersten Version Tyros1 mit einer der umfangreichsten Yamaha Klangbibliotheken ausgestattet. Neben den sog. Mega Voices sind das die Sweet! Voices, die Cool! und die Live! Voices. Ab der Version Tyros2 kamen dann noch die sog. „Super Articulation Voices“ hinzu, die ein besonders ausdruckstarkes Spielen von Natursounds erlauben und ab Tyros3 folgten dann noch die Super Articulation2 Voices, welche die eigene Spielart in Bruchteilen von Sekunden analysieren und die Klänge dahingehend verändern. So klingt dann beispielsweise eine Konzertgitarre bei Legato völlig anders als bei nicht gebundenem Spiel. Oder Saxophone erzeugen dann z.B. bei Oktavsprüngen und gleichzeitigem Legato die typischen rollenden Glides. Auch die Atemgeräusche eines Saxophonisten können wiedergegeben werden.

Diese Artefakte können auch über zwei Taster mit den Bezeichnungen ART1 und ART2 bzw. über rückseitig angeschlossene Fußpedale aktiviert und abgerufen werden.

Für die Begleitfraktion boten schon die vorangegangenen Tyros-Modelle zahlreiche Begleit-Styles von überragender Qualität, die mit jeweils 4 Variationen, 3 verschiedenen Intros und Endings pro Style ein abwechslungsreiches Spielen der Begleitautomatik erlauben.

Mit dem Tyros4 wurden dann die Styles noch mit Background Vocals ausgestattet, welche dem Instrument einen „Human Touch“ verpassten.

Eine intelligente Akkorderkennung ist ebenfalls vorhanden und ermöglicht auch das Spielen von komplexeren Harmonien der linken Hand.

Sämtliche Einstellungen lassen sich in Registrationen abspeichern und jederzeit live abrufen, was für ein Entertainer-Keyboard dieser Klasse eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit darstellt.

An Anschlussmöglichkeiten sind bereits die früheren Tyros-Modelle gut ausgestattet.
Neben den vier Audio-Ausgängen (Main und Sub) kann man zwei externe Effekte in den Tyros einschleifen. Ebenso gibt es, wie bereits erwähnt, einen Mikrofon-Eingang bzw. einen Stereo Line In. Zusätzlich können 3 Fußpedale angeschlossen werden, sowie externe Video-Monitore und USB-Devices (Festplatten oder Computer). Er lässt sich auch direkt mit dem Internet verbinden, um von der Yamaha Website neue Styles oder Songs herunterzuladen.

Optional gibt es ein speziell auf den Tyros abgestimmtes Soundsystem (bestehend aus zwei Satelliten und einem Subwoofer), einen speziellen Ständer und eine RAM-Erweiterung, die das Einladen von eigenen WAV-Samples und sog. Yamaha Premium-Voices erlaubt.

Anmerkung:
Nach Redaktionsschluss bemerkten wir, dass der Tyros5 - im Gegensatz zum Vorgängermodel Tyros4 – keine Möglichkeit mehr bietet, sich direkt mit dem Internet zu verbinden. Da aber (je nach Land bzw. Region) im Lieferumfang des Tyros5 ein USB-WLAN-Adapter enthalten ist, gingen wir natürlich davon aus, dass dies wie beim Vorgänger wieder möglich sei, nur halt eben diesmal über solch einen Adapter.
Laut Hersteller dient dieser mitgelieferte USB-WLAN-Adapter des Tyros5 aber zur Verbindung mit anderen WLAN-fähigen Geräten, wie z.B. mit Smart-Geräten wie iPhone oder iPad, indem man diese über den USB-Wireless-LAN-Adapter an der USB-TO-DEVICE-Buchse anschließt. Durch verschiedenen Apps auf dem Smart-Gerät kann man praktische Funktionen nutzen, schwer erreichbare Parameter steuern und die Möglichkeiten des Instruments noch besser ausschöpfen.

Informationen über die kompatiblen Smart-Geräte und Apps findet man auf der folgenden Seite: http://www.yamaha.com/kbdapps/

Was ist nun neu am Tyros5?

Erster Eindruck

Unmittelbar nach dem Auspacken des neuen Tyros5, fällt einem sofort das farblich neu gestaltete Design auf. Der Tyros5 erstrahlt nun in der Farbe Titanium und wirkt dadurch zwar etwas dunkler als das silberfarbene Vorgängermodel aber dafür auch wesentlich eleganter.
Yamaha bietet bei der neuen Tyros-Serie neben dem gewohnten Model mit 61 Tasten (Tyros5-61) erstmalig auch noch eine Version mit 76 Tasten (Tyros5-76) an, welche vor allem die Klavierfreunde unter den Keyboardern ansprechen soll. Damit haben meiner Meinung nach schon sehr viele geliebäugelt. Sehr schön!
Rein äußerlich - so meint man - hat sich auf den ersten Blick gegenüber dem Tyros4 nichts groß geändert, bis auf den Schriftzug und einige kleine Extras. Die Änderungen liegen im Detail. Zum einen hat der Tyros5 nun noch einen weiteren Audio-Ausgang (SUB OUT 3/4) spendiert bekommen. Damit wird der Tyros5 gerade beim Einsatz in einem Tonstudio auch professionellen Ansprüchen gerecht.
Weitere Neuerungen sind ein kleiner Crossfader auf der Gehäuse-Oberseite, der nun ein sanftes Überblenden zwischen der Klangerzeugung des Instruments und dem eingebauten MP3/WAV-Player erlaubt. Dies stellt ein praktisches Feature bei Live-Auftritten dar, wie ich finde, wobei für meinen Geschmack der Regelweg des Crossfaders ruhig ein bisschen länger hätte ausfallen können.

Crossfader

Das gewohnt schwenkbare 7.5“ (19,05 cm) TFT Display wirkt aufgrund des neuen schwarzen Hintergrunds wesentlich kräftiger und noch eine Spur schärfer als das des Vorgängers.
Neu sind bei den Soundkategorien die Taster ENSEMBLE und ORGAN WORLD, hinter denen sich eine komplett neue Kategorie an Sounds verbirgt. ORGAN WORLD ersetzt dabei den früheren Taster ORGAN FLUTES, ENSEMBLE den Taster EXPANSION. Die beiden Tster EXPANSION und USER wurden als EXPANSION/USER-Taster zusammengefasst. Doch dazu später mehr.
Die Bedienelemente für das Harddisk-Recording befinden sich jetzt endlich links anstatt rechts vom Display, was so manchen Tyros-User ebenfalls erfreuen wird.
Und auch die serienmäßig eingebaute Festplatte (über USB angebunden) ist wie gewohnt vorhanden und sorgt mit nun 500GB für genügend großen Speicherplatz beim Tyros5, so dass manch einer vielleicht seine komplette MP3-Sammlung auf das Instrument überspielen wird.
Ansonsten hat sich an dem Bedienkonzept gegenüber dem Vorgänger kaum etwas geändert.
Durch die Beibehaltung seiner Bedienelemente finden Umsteiger sich sofort zurecht, was natürlich gerade für Alleinunterhalter und Berufsmusiker mit vollem Terminkalender vorteilhaft ist. Warum sollte man aber auch ein durchdachtes Bedienkonzept plötzlich ändern, welches sich nun über Jahre hinweg bewährt hat.

Die inneren Werte des Tyros5

Hier hat Yamaha die meisten Verbesserungen und Änderungen vollzogen. 300 neue Sounds (VOICES) erweitern die bereits bekannten 1.023 Sounds des Vorgängers, wobei sämtliche ältere Klangfarben vor allem von der verbesserten Qualität des neuen Effektprozessor profitieren und daher noch klarer und durchsetzungsfähiger als beim Vorgänger klingen.
Beibehalten wurde allerdings die 128-stimmige Polyphonie, die zwar vollkommen ausreichend ist, aber angesichts der klanglichen Möglichkeiten in der fünften Tyros-Generation ruhig ein wenig großzügiger hätte ausfallen können.
Neu hinzugekommen sind die sog. ENSEMBLE VOICES.
Hierbei handelt es sich um eine wirklich neue und praktische Funktion, die eine echte Aufteilung der Stimmen innerhalb einer Gruppe vornimmt. Früher nutzte eine Klangfarbe für ein Bläserquartett ein Sample von 4 Spielern, was sicherlich großartig klang. Aber wenn man zwei Töne spielte erklangen dann zwangsläufig 8 Spieler, was unter Umständen manchmal noch gut klingen konnte, aber eben nicht wirklich der Realität entsprach.
Tyros5 Ensemble Voice lässt immer die gleiche Anzahl an Spielern erklingen, denn Tyros5 hat das musikalische Wissen eines professionellen Arrangeurs. Spielt man zwei Noten mit einer Brass Quartett Ensemble Voice lässt der Tyros5 nun die Trompeten die hohen Töne und die Posaunen die tiefen Töne spielen: Ein unglaublich realistischer Klang entsteht. Außerdem variiert Ensemble Voice automatisch Parameter wie Timing und Intonation, die den Klang eines echten Ensembles beleben. Mithilfe dieser Funktion kann ein echtes Quartett ganz alleine von einem selbst gespielt werden. Besonders toll fand ich, dass diese korrigierte Aufteilung auch noch via MIDI-Out auf 4 verschiedenen Midi-Kanälen verteilt ausgegeben wird, so dass eventuell an dem Tyros5 angeschlossene Klangmodule bzw. Anwender virtueller Instrumente ebenfalls von dieser Technik profitieren.

Organ WorldEnsembleVoices

Der Tyros5 bietet nun neue Vintage, Home, Euro, Kirchen und Theater Orgeln. Jede einzelne Orgel wurde dabei so detailgetreu gesampelt, dass selbst kritische Organisten in jeder Spielsituation überzeugt werden. Die realistische Bedienoberfläche mit den jeweils typischen Spielhilfen verändert den Klang der Orgel in Echtzeit, so wie man es vom Original gewöhnt ist. Organ World erfüllt dabei höchste klangliche Ansprüche und setzt einen neuen Maßstab für Orgelklänge in einem Keyboard.EuroPerc

Viele Sounds des Vorgängers sind nun im Tyros5 als SA (Super Articulation) und SA-2 Voices vorhanden und erlauben ein besonders lebendiges und realistisches Spielen der einzelnen Klangfarben. Die Zahl der SA-2 Voices (Super Articulation 2 Voices) wurde von 15 auf 44, die der SA-Voices (Super Articulation Voices) sogar von 164 auf 288 erhöht. Und auch die Anzahl an Sweet!, Cool! Und Live! Voices übertrifft seinen Vorgänger nochmals. Insgesamt kommt der Tyros5 damit auf 1.279 Voices, 480 XG- und 256TheatreOrgan GM2 Klänge sowie 37 Drum/SFX Kits.

Fast in jeder Klangkategorie des Tyros5 sind viele neue und atemberaubende Sounds zu finden. So hat Yamaha dem Tyros5 ein amtlich klingendes Piano spendiert, welches über Saitenresonanz u. Dämpferfunktion verfügt und sehr stark an die Flügelsounds aus Yamahas Clavinova-Serie erinnern. Mit diesem Piano, welches als Super Articulation Voice vorliegt lassen sich sowohl klassische als auch wunderschön jazzige BarHomeOrganBallad Piano Variationen spielen und mit der nun verfügbaren 76 Tasten Version macht das Klavierspielen auf dem Tyros endlich auch Spaß.
Einer der Höhepunkte des Vorgängers Tyros4 waren u.a. die Chor- und Vokalsounds. Diese sind natürlich ebenfalls im Tyros5 enthalten. Es gibt mehrere klassische Chöre (Ahhs und Ohhs) in gehobener Qualität, warm klingende Gospelchöre, funkig klingende Vokalphrasen (wie z.B. „Clap your hands everybody, come on!“ etc.), sowie
mehrere Scat-Varianten und Phrasen à la „Shoo-Bee-Doo-Bah“ oder „Ya-Ba-Da-Ba“.
OrganFlutesDabei verwendet Yamaha die sog. Wave-Cycling-Technik bei der mit jedem Tastendruck zur nächsten Silbe weitergesprungen wird. Spielt man jedoch ganz langsam so erklingt immer nur die erste Silbe. Dies verlangt dem Spieler schon einges an Übung ab und könnte von Yamaha dahingehend verbessert werden, dass man zusätzlich z.B. über die ART1 oder ART2 Taster die Umschaltung vornehmen könnte. Aber egal, sei es drum. Es macht dennoch Spaß mit diesen Vocals zu spielen. Ganz besonders angetan haben es mir die Latin Scat-Vocals, die in Kombination mit einer Konzert- oder Flamencogitarre den typischen Zuckerhut-Sound erklingen lassen, den man in zahlreichen brasilianischen Jazz-, Samba- und Salsa-Produktionen hören kann. Kombiniert man ihn dagegen mit einer Jazzgitarre klingt es mehr nach George Benson. Einfach genial!

Aber auch die klassischen Chorsounds wissen zu überzeugen. Diese aus verschiedenen Männer- und Knabenchören bestehenden Chöre wurden an verschieden Orten in Europa (ja, sogar in Münster) in hoher Qualität aufgenommen. Dabei verwendet Yamaha ein neues Aufnahmeverfahren bei der die Raumanteile der Stimme bzw. des Instruments dezent mit aufgenommen werden und dadurch ein nie dagewesener Klangeindruck entsteht.
Dieses Verfahren wurde auch bei vielen anderen Klängen im Tyros4 angewendet.

Diese hochwertigen Vocalsounds kommen auch in den vielen Styles des Tyros5 zum Einsatz und geben dem ganzen Instrument einen ganz eigenen Charme. Durch diesen Human-Touch klingen viele Styles viel lebendiger – gerade die Gospel- und Latin-Styles profitieren davon enorm. Aber auch in Pop- und Rock-Styles kommen die dezent gehaltenen Backgroundstimmen hervorragend zum Einsatz. Hier hat sich Yamaha sehr viel Mühe gegeben.

Ein weiteres Highlight ist für mich ganz klar der Gitarrenbereich, der gegenüber seinem Vorgänger mit neuen Gitarrensounds und entsprechenden neuen Amp-Simulationen nochmals aufgewertet wurde. Besonders die neuen E-Gitarrensounds (in SA-Voice Technik), die mit teilweise aufwendigem Studio-Equipment aufgenommen und bearbeitet wurden, wussten zu überzeugen. Mit diesen Sounds kann ein geübter Keyboarder bei entsprechender Spielweise so manchen semiprofessionellen Gitarristen regelrecht an die Wand spielen. Alle Achtung!

Neben den hervorragend klingenden Ensemble Klängen, den gelungenen Bass-, Chor- und Gitarren-Sounds sowie den neuen Orgeln und Bläsersounds bekommt für mich vor allem die Kategorie Synthesizer und Pads ein ganz, ganz dickes Plus.
Moderne Synthesizer-Sounds, egal ob analog oder digital, waren immer ein Schwachpunkt vieler Keyboards und wurden auch bei Yamaha in der Vergangenheit oft stiefmütterlich behandelt. Nicht so beim Tyros5. Eine große Auswahl an modernen, teilweise sphärischen, aber auch brachial analogen Sounds lassen endlich auch die Herzen von Synthesizer-Fans höher schlagen. Viele der angebotenen und ausdrucksvoll klingenden Synthesizer-Sounds stammen dabei aus Yamahas erfolgreichem Synthesizerkonzept Motif XF.
Damit lässt sich nun fast alles von J.M. Jarre über Tangerine Dream bis hin zu Trance und Techno überzeugend spielen. Viele Sounds sind bereits so programmiert, dass man über das Modulationsrad die Filterfrequenz (Brillanz) des jeweiligen Klangs steuern kann, was gerade für Leadsounds im Trance- und Techno-Bereich unverzichtbar ist.

Aber auch Klangfarben aus den Pop-Produktionen der ´80er Jahre, die größtenteils an den, zu jener Zeit erfolgreichen, Klangerzeugern Yamaha DX-7 und Roland D-50 angelehnt sind, wissen zu gefallen.

VCM-Effekte
VCM1

Um die neuen realistischen Sounds des Tyros5 mit ebenso hochqualitativen Effekten veredeln zu können, kommt ein neuer Effektprozessor auf Basis der VCM-Technologie zum Einsatz, bei der sich Effekte ähnlich wie Plug-Ins weitreichend editieren lassen und auch grafisch recht ansprechend gestaltet sind. VCM ist einer der fortschrittlichsten Technologien für analoges Sound Modeling, die heute verfügbar ist und bildet die Basis für Yamahas neue Effekt-Kollektion im Tyros5. Die VCM Technologie ermöglicht eineVCM2 akkurate Nachbildung klassischer Klangerzeuger und Effektgeräte.
VCM wurde von einem Experten-Team unter Leitung von Yamahas Senior Engineer Toshifumi Kunimoto entwickelt, der für die ersten Physical Modeling Synthesizer VL1 und VP1 verantwortlich war.
VCM ermöglicht eine ultra-realistische digitale Reproduktion jedes einzelnen Bauteils analoger Schaltungen, wie z.B. Widerstände und Kondensatoren. Neben der authentischen Nachbildung der Funktionalität von SchaltkreisenVCM6 und der Interaktion zwischen den einzelnen Komponenten, überzeugt VCM vor allem mit einer unerreicht musikalischen Simulation analoger Sound-Charakteristiken. Hierzu gehören Eigenschaften wie Sättigung und Nichtlinearität, die sich mit einfachen digitalen Simulationen nicht zufriedenstellend abbilden lassen. Jeder Effekt wurde laut Yamaha von einigen der besten Ohren der Pro Audio Branche sorgfältig analysiert und überarbeitet, um den perfekten Sound zu erreichen.
Unter den Effekten befinden sich authentisch RealReverbklingende Amp-Simulationen klassischer Gitarren Verstärker der 60er und 70er Jahre, diverse Verzerrer, warm klingende Modulationseffekte wie Chorus, Flanger , Wah-Wah und Phaser, sowie ein wirklich gut klingender Halleffekt, dessen neue Algorithmen mehr veränderbare Parameter enthalten, um einen noch natürlicher wirkenden Raumeindruck zu erzeugen.

Styles

Audio-Styles
Neben den bekannten Styles des Vorgängers kommt im Tyros5 noch eine ganz neue Art von Styles zum Einsatz – die sog. Audio-Styles. Diese sind für eine realistischere Wiedergabe mit speziellen und extra für den Tyros5 aufgenommenen Audio-WAV-Dateien kombiniert. Gerade funkige Drumpatterns oder lateinamerikanische Percussion-Einlagen profitieren ungemein von den lebendig klingenden Audio-Loops, die sich dank Yamahas Time Stretch Technologie automatisch zu dem Songtempo des Audio-Styles synchronisieren. 40 der 539 im Tyros5 enthaltenen Styles wurden als solche Audio-Styles von Yamaha kreiert.

Styles
Neben den vielen neuen Styles wurden auch sämtliche bereits bekannten älteren Styles der Vorgängerversionen überarbeitet und klang-technisch verbessert. Dabei kommen nun auch die SA-2 und SA-Voices in den Styles zum Einsatz. Gerade bei den Gospelchören, Funk und R&B-Styles kommt wahre Freude auf und man fragt sich, ob man überhaupt noch vor einem Keyboard sitzt und nicht bereits auf der Bühne mitten in einer Soul- bzw. Funk-Band in New York oder Chicago steht.
Auch im Bereich Klassik gibt es viele wunderschönen Styles die zum Spielen von Filmmusik einladen. Besonders schön finde ich die 7 sog. „Free Play Styles“. Hierbei läuft im Hintergrund eine dezente Begleitung für die linke Hand ab, aber ohne störende Schlagzeug- oder Percussion-Klänge. Diese Free Plays eignen sich besonders für lange Intros oder wenn man einfach mal unabhängig vom Rhythmus spielen möchte. Dabei verwendet Yamaha sehr schöne Pad-, String und Chorsounds, die durch intelligente Lautstärkeänderungen (Volume-Fades á la Enya oder Chicane) den letzten Schliff bekommen und die „Free Play Styles“ sehr edel wirken lassen.
Alle Styles sind mit sehr viel Liebe zum Detail programmiert worden und klingen immer sehr stilsicher. Auch die Intros und Endings, die teilweise recht lang lang sein können, sind sehr professionell arrangiert und können auch als Zwischenspiel innerhalb eines Titels bzw. Styles verwendet werden.

Begleit-Styles mit der rechten Hand
Ebenfalls neu im Tyros5 ist die Möglichkeit mit der rechten Hand die Begleitautomatik und mit der linken Hand die Basslinie live dazu spielen zu können. Man kann somit endlich linke und rechte Hand sozusagen vertauschen.
Mit dem Tyros5 lassen sich bis zu 3 Split-Zonen mit jeweils einer anderen Klangfarbe erzeugen. Die neue 76 Tasten-Version dürfte solchen Anwendungen dabei sehr entgegen kommen.

Audio Link Multi Pad

Diese neue Funktion ermöglicht es seine eigenen Audio Dateien (Soundeffekte, Gesangsphrasen und so weiter) den 4 MULTIPADS zuzuweisen und auf Knopfdruck wieder abzurufen und bereichert so das eigene Spiel ungemein. Der Start der ausgewählten Audio-Datei lässt sich mit dem Start des Styles synchronisieren (SYNC START). Allerdings wird im Gegensatz zu den MIDI-Sequenzen der MULTIPADS bei Audio-Dateien nur der Startpunkt der Audio-Datei synchronisiert. Somit sollte das Originaltempo der ausgewählten Audio-Datei schon mit dem anschließenden Song bzw. Style-Tempo übereinstimmen, um ein Auseinanderlaufen zu verhindern. Besser wäre es gewesen, wenn man wie bei den Audio-Styles des Tyros5 die Möglichkeit hätte, auch die den MULTIPADS zugewiesenen Audio-Dateien mit Hilfe von Time Stretch oder in Form von Audio-Slices für eine vollständige Synchronisierbarkeit aufzubereiten. So laufen längere Audio-Dateien (z.B. Gesangsparts, Percussion-Loops) nach einiger Zeit trotz gleichen Tempos auseinander. Eine automatische Anpassung unterschiedlicher Tempi von Style und Audio-Dateien der MULTIPADS ist somit gar nicht möglich. Da sind einfache Grooveboxen (z.B. Native Instruments Machine, Akai MPC-Serie, Electron Octatrack) und selbst ältere Sampler (z.B. Roland VP-9000) schon längst weiter. Das ist schade, denn damit hätte Yamaha sich vielleicht sogar eine neue Kundenklientel (DJs, Remixer, Produzenten elektronischer Tanzmusik etc.) erschließen können. Aber zum Einfliegen eines Tuschs, Applauses und anderer Gimmicks reicht die Option allemal aus.

Klangqualität

Beim Anspielen sowohl der neuen als auch der bereits bekannten Sounds macht sich der gegenüber den Vorgängern nochmals verbesserte Klangeindruck des Tyros5 bemerkbar. Aufgrund der leistungsfähigeren CPU und der damit verbundenen höheren Auflösung der Klänge klingt der Tyros5 im Gegensatz zu seinen Vorgängern wirklich nicht mehr nach Keyboard, sondern entweder wie ein live gespieltes Naturinstrument oder eben wie ein reinrassiger Synthesizer oder Hardware-Sampler.
Gerade bei den zahlreichen Schlagzeugklängen, die in den 539 Begleit-Styles des Tyros5 eindrucksvoll zum Einsatz kommen, fällt dies besonders deutlich auf. Eine Bassdrum hat nun endlich den richtigen Druck, Snares und Toms klingen wesentlich direkter und Becken klingen sehr lange aus und brillieren dabei mit seidigem Glanz in den Höhen. Auch hier kommt Yamahas neues Aufnahmeverfahren zum Einsatz, welches den Drumsounds die richtigen Raumanteile zuweist. Gerade die neuen Audio-Styles werten den bereits sehr guten Grundklang der Rhythmussektion ungemein auf.
Auch die neuen VCM-Effekte tragen entscheidend zur höheren Klangqualität bei. Der neue Halleffekt des Tyros5 generiert einen wesentlich größeren Raumeindruck als seine Vorgänger, klingt durchsichtiger und dennoch warm, ohne jedoch verwaschen zu wirken.
Der Tyros5 kann sowohl weich und warm als auch auf Wunsch jederzeit hart und böse klingen. Im direkten Vergleich klingen vor allem seine Vorgänger Tyros3 und Tyros2 eher verhalten und brav. Gegenüber dem Tyros4 ist der Unterschied zwar hörbar kleiner, aber dennoch klingt der Tyros5 einfach direkter und hat mehr Punch. Dies überzeugt auch meine von Synthesizern und Hardware-Samplern verwöhnten Ohren, so dass ich mir einen Tyros5 durchaus auch als qualitativ hochwertigen Klangerzeuger im Tonstudio vorstellen kann. Damit könnte ein ganz neuer Kreis an Tyros-Usern erschlossen werden, die bisher eher skeptisch gegenüber Entertainer-Keyboards waren.

Flash MemoryFlashMemoryweb

Optional lässt sich auch noch ein sog. Flash Memory von max. 1 Gigabyte einbauen, was dem Tyros5 erlaubt, zusätzliche Wave-Samples und Sounds (z.B. Premium Packs u. Voices, wie z.B. das Entertainer Pack, Middle Eastern oder das neue Alpen-Pack etc.) zu importieren.


Yamahas Angebot an weiteren speziellen Sounds für bestimmte Musikrichtungen ist inzwischen recht groß. Seien es hochwertige Ethno-Sounds aus dem Mittleren Osten oder dem Balkan, Klänge der Anden oder klassische Keyboard-Sounds vergangener Tage. Die Möglichkeit Samples zu importieren verlängert auch die Nutzungsdauer eines Instrumentes ungemein und erhöht dessen Flexibilität.
Yamaha bietet hierfür 512MB (FL512M) bzw. 1GB (FL1024M) Flash Memory Module an. Im Vergleich zu den preiswerteren und flüchtigen RAM-Speicher-Modulen entfallen aufgrund des Flash Memorys die endlos langen Ladezeiten, da die Samples und Sounds, sofern sie einmal importiert worden sind, auch nach dem Ausschalten des Instrumentes im Speicher des Tyros5 erhalten bleiben. Dies rechtfertigt dann auch den etwas höheren Preis der Speichererweiterung.

Harmonizer VH2

Der bereits aus den Vorgängermodellen bekannte und am Anfang des Testberichts erwähnte 3-stimmige Vocal Harmonizer wurde ab dem Tyros4 ebenfalls komplett überarbeitet und fügt Gesangsstimmen einen 3-stimmigen Background-Chor hinzu, der automatisch aus den Akkorden der Begleitautomatik gebildet wird. Der VH-2 überzeugt dabei durch eigene DSP-Effekte, einen neuen Mikrofon-Vorverstärker, neue Signalverarbeitung und liefert überragend klingende Vokalharmonien. In puncto Qualität kann der VH-2 dabei mit etablierten, externen Geräten ohne weiteres mithalten. Im Tyros5 profitiert der VH2 nochmals durch die höhere Klangqualität des neuen Effektprozessors.
Der Tyros5 verfügt dafür über einen symmetrischen XLR-Eingang (als Kombibuchse Klinke/XLR ausgelegt), den gerade Livemusiker auf der Bühne schätzen werden, da durch die Symmetrierung Brummschleifen vermieden werden. Durch eine Symmetrierung wird das Kabel quasi elektrisch abgeschirmt. Auch lassen sich dadurch ohne Qualitätsverlust längere Mikrofon-Kabel verwenden, so dass ein Sänger nicht mehr unbedingt auf dem Schoß des Keyboarders zu sitzen braucht – Scherz.
Ein weiteres Highlight des VH-2 ist der Synth Vocoder. Dieser Echtzeit-Stimmenprozessor moduliert eine der zehn Trägerstimmen mit dem Mikrofonsignal und erzeugt den Effekt eines sprechenden bzw. singenden Synthesizers. Die Harmonien werden ebenfalls über gegriffene Akkorde der linken Hand gesteuert. Beim Anspielen denkt man direkt an die `70er und frühen `80er Jahre – Titel wie „Let’s Groove Tonight von Earth Wind & Fire und „Die Roboter“ von Kraftwerk lassen grüßen. Mich hat vor allem der für einen digitalen Vocoder relativ weiche und warme Sound überrascht, der normalerweise nur mit alten analogen Vocodern möglich ist.
Mit der grafischen Benutzeroberfläche des VH-2 kann man jeden Parameter auch noch bis ins kleinste Detail editieren.

tyros5_image04_fMusic Finder

Der Music Finder, der schon bei den Vorgängern eine komplette Datenbank mit titelspezifischen Kompletteinstellungen für Style, entsprechende Sounds für rechte und linke Hand, Tempo und sogar ein passendes Intro enthält, wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Im Tyros5 können bis zu 2.500 solcher Titel Platz finden. Wem das nicht reicht kann ja von Yamahas Website weitere Styles, Registrationen und Music Finder Setups herunterladen (www.yamahamusicsoft.com)

Sequenzer und Audiorecorder

 Mit dem integrierten 16-Spur-MIDI-Sequenzer kann man bequem aufnehmen, wahlweise in Echtzeit oder mit Step Record auch Note für Note. Der Sequenzer erlaubt auch die separate Eingabe von Akkordfolgen und Pattern-Variationen. Aufgenommene Spuren lassen sich bei Bedarf anschließend quantisieren.
Der Tyros5 verfügt über einen eigenen Audio Recorder, mit dem man, was man gerade spielt oder singt direkt auf die eingebaute 500MB Festplatte aufnehmen kann.
Dabei gibt es zwei Aufnahmeverfahren. „Simple“ für schnelle und einfache Aufzeichnung auf einer einzigen Audiospur, oder aber „Multi Track“ - ein Overdub-Aufnahme-Verfahren für komplexere Songs. Da die erzeugten Audio-Dateien im WAV-Format (CD-Qualität in 16 Bit mit 44.1 kHz) gespeichert werden, können die Aufnahmen mit Hilfe eines angeschlossenen USB-Sticks exportiert werden und lassen sich in jedem PC bearbeiten und auf CD brennen. So steht der Erstellung einer CD in den eigenen vier Wänden nichts im Weg.
Die max. Aufnahmedauer pro Song beträgt 80 Minuten.
Beim Abspielen unterstützt der Tyros5 nicht nur das WAV-Format sondern auch das Speicherplatz sparende MP3-Format, was viele Musiker natürlich freuen wird.

Time Stretch und Pitch Shift

Audio-Files können beim Tyros5 im Audio-Player jetzt auch in der Tonhöhe und Geschwindigkeit verändert und somit an das jeweilige Songtempo angepasst werden. Die Qualität geht für ein Keyboard in Ordnung und ist Live auf der Bühne vollkommen ausreichend. Mit den hochwertigen Time-Stretch- Algorithmen bekannter Harddisk-Recording Programme oder spezieller Plug-Ins, kann der Tyros5 jedoch nicht ganz mithalten.

Vocal Cancel

Mit Hilfe der Vocal Cancel Funktion können Solo-Stimmen aus einer bestehenden Audio-Aufnahme des Audio-Players ausgeblendet werden. Das Gelingen hängt natürlich von dem Ausgangsmaterial ab. Ist die Solostimme recht trocken klappt es ganz gut. Ist sie dagegen stark mit Stereo-Effekten wie Dual-Pitch, Chorus etc. versehen, was bei heutigen modernen Gesangsstimmen in der Regel der Fall ist, wird man zwar die Stimme in der Lautstärke ein wenig reduzieren, aber kaum aus dem Mix vollständig entfernen können. Für die meisten Karaoke Anwendungen reicht es aber allemal.

Lautsprecher

Wie bei seinen Vorgängern gibt es auch für den Tyros5 ein speziell designtes Soundsystem (TRS-MS05), bestehend aus einem 40 Watt Subwoofer und 2 x 20 Watt Satellitenlautsprecher. Der Klang dieses Soundsystems ist gegenüber dem alten TRS-MS04 wesentlich klarer, präsenter und druckvoller, so dass die neuen Tyros5-Klänge auch voll zur Geltung kommen. Eine speziell abgestimmte EQ-Einstellung bei Verwendung dieses Lautsprechersystems findet man im Master-EQ-Menu.

Kompatibilität zu früheren Tyros-Versionen?

Songs uns Midifiles:
Der Tyros5 liest sämtliche Songs, wenn es sich um SMF (Format 0 & 1) bzw. XF MIDI Files handelt.

Europack und Premium-Voices
Soundpacks wie z.B. das Yamaha Europack und die Yamaha Premium-Voices, die Tyros4-User seinerzeit käuflich erworben haben, müssen leider nochmals von der Yamaha-Website heruntergeladen und installiert werden, was aber kein Problem darstellt und außerdem kostenlos ist. Dazu muss aber im Tyros5 eines der optional erhältlichen Flash Memory Boards FL512M bzw. FL1024M eingebaut sein, da diese RAM- bzw. Flash ROM Speicher benötigen.

Fazit

Der Tyros5 ist aufgrund seiner hohen Klangqualität, seiner intelligenten und lebendig klingenden Begleitautomatik und seines intuitiven und durchdachten Bedienkonzepts das derzeit erfolgreichste Entertainer-Keyboard auf dem Markt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Musikern und Drittanbietern wurde Yamahas Tyros von Version zu Version immer wieder verbessert und stellt heutzutage ein wirklich ausgereiftes Instrument der Keyboard-Oberklasse dar, welches kaum noch Wünsche offen lässt. Somit hat sich der Tyros5 in der nun 5. Generation den Namen „5-Sterne Keyboard“ wirklich verdient.
Kleine Kritikpunkte wären für mich lediglich, die noch verbesserungswürdige Audio Link Funktion und das Fehlen eines Digital-Ausgangs (SPDIF, AES/EBU oder besser gleich MADI oder ADAT) für die Integration im modernen Tonstudio.

von Sudad Ghadaban (Piano Schmitz)

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Facts

  • 61 bzw. 76 anschlagdynamische Tasten mit Aftertouch
  • 128-stimmig polyphon
  • Klangerzeugung: AWM-Stereo-Sampling
  • 1279 Voices + 480 XG-Voices + 37 Drum/SFX-Kits
  • 539 Styles
  • Modes: Single Finger, Fingered, Fingered on Bass, Multi Finger, Al Fingered, Full Keyboard, Al Full Keyboard
  • Erweiterbar: Expansion Voices und Style
  • Kompatibilität: XG, GX, GM, GM2
  • Parts: Right 1, 2, 3 und Left
  • Halleffekt: 52 Presets + 3 User
  • Choreffekt: 106 Presets + 3 User
  • DSP: DSP1: 322 Presets + 3 User, DSP2-9: 322 Presets + 10 User
  • Master-Kompressor: 5 Presets + 5 User
  • Master-EQ: 5 Presets + 2 User
  • Mikro-Effekte: 1 x Noise Gate, 1 x Kompressor, 1 x 3-Band-EQ
  • Vocal Harmony: 44, Synth Vocoder: 10
  • Aufnahmedauer: 80 Minuten pro Song
  • Aufnahme: WAV-Format 16bit 44.1 kHz
  • Wiedergabe: WAV-Format und MP3-Format
  • Spurenanzahl: 16, Datenkapazität: etwa 300 KB/Song
  • Datenformat Aufnahme, Wiedergabe: SMF Time Stretch, Pitch Shift, Vocal Cancel Funktion
  • Mehrspur-Aufnahme und -Wiedergabe, Demo-Funktion
  • 5 Sample-Songs
  • Metronom
  • Internet Speicher (USER-Laufwerk): etwa 6,7 MB
  • Interne Festplatte: 500 GB
  • Externe Laufwerk: USB-Flash-Speicher
  • Pitch Bend, Modulation
  • Anschlüsse: MIDI A (IN/OUT), MIDI B (IN/OUT), AUX IN (L/L+R, R), LINE OUT (MAIN, SUB OUT), RGB OUT,
    FOOT PEDAL (1 Sustain, 2 Articulation 1), Mikrofon, 3 x Volume, USB-to-Device, USB-to-Host, Pedale (Sustain, Sostenuto, Soft, Glide, Volume, S.Articulation, Song Play/Pause, Style Start/Stop, Kopfhörer)
    VGA-Farb-LCD-Display
  • Abmessungen: 134,7 x 45 x 14,2 cm
  • Gewicht: 16 kg

UVPs

Tyros5-61: 4.371,00 EUR       
Tyros5-76: 4.571,00 EUR       
Tyros5-61XL: 4.688,00 EUR       
Tyros5-76XL: 4.888,00 EUR       
Tyros5-61XXL: 4.933,00 EUR       
Tyros5-76XXL: 5.133,00 EUR

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