USB-Slot

Oberhalb des Fat-Channels befindet sich noch das kleine, aber nützliche Feature „USB/RECORDER“. Hier lässt sich einen USB-Datenträger als Aufnahmemedium einstecken, um maximal 2 Kanäle aufzunehmen und wieder abzuspielen. Welchen Signal-Weg oder Bus man aufnehmen möchte, lässt sich über das Display in einer Art Routing-Setup frei konfigurieren. Das Display stellt den USB-Recorder grafisch als klassische Audio-Kassette dar, wobei sich das „Tape“ sogar beim Abspielen bewegt - ein durchaus gelungener Gag.

Ebenso kann der USB-Slot auch zum Speichern und Aufrufen von Show Files, Szenen und Kanal-Libraries oder für Firmware-Updates verwendet werden.

recorderhome

Output- und Master-Sektion

Output-undMaster-SektionIm rechten Teil der Mischpultoberfläche finden wir neben dem 7“-Farbdisplay die Ausgangskanal- sowie die Master-Sektion.

Trotz seiner kompakten Größe erlaubt das Hauptdisplay eine recht komfortable Bedienung und dürfte aufgrund seiner regelbaren Helligkeit jeder Show-Situation, ob dunkler Club oder Open-Air-Festival in der Sonne, gerecht werden.
Unmittelbar ins Display-Element wurden ein Talkback-Mikro sowie drei große Bargraphs integriert. Die Aussteuerungs-Anzeigen zeigen die Stereo-Summe (R und L) wie auch die Center- bzw. Mitten Signale oder Solo-Pegel einzelner Kanäle an.
Rechts neben dem Display finden wir insgesamt acht beleuchtete Taster, mit denen man in die Hauptmenüs (HOME, METERS, ROUTING, SETUP, LIBRARY, EFFECTS, MUTE GRP und UTILITY) des X32 gelangt.
Zum Ändern von Parametern und zum Aktivieren von Funktionen verfügt das X32 unterhalb des Displays über sechs Endlosdrehregler mit Drucktasten-Funktion. Die jeweilige Funktion der sechs Endlosdrehregler ist softwaregesteuert und im Display abzulesen.
Mit vier weiteren Cursor-Tasten kann man sich sowohl vertikal als auch horizontal durch die Menü-Strukturen des X32 bewegen.
Die Ausgangskanal- und die Master-Sektion sind ähnlich ausgestattet wie die Eingangs-Sektion und verfügen demnach auch über 100mm Motorfader, beleuchtete Mute-, Solo- und Select-Tasten, Mini-Displays sowie über Kanal-Aussteuerungsanzeigen.
Wie die Eingangs-Module sind auch die acht Kanäle der Ausgangs-Sektion in vier Layern organisiert. Layer 1 widmet sich den DCA-Gruppen 1-8, Layer 2 und 3 den Bussen 1-8 bzw. 9-16, und Layer 4 ist reserviert für die Ausgänge Matrix 1-6 und Main-Mono/Center.
Die Master-Sektion verfügt über eine zusätzliche Clear-Solo-Taste, mit der sich der Solo-Modus zentral abschalten lässt. Klein, jedoch in der Praxis effektiv ist die kleine „Comp“-LED, die losgelöst von den gewählten Menüs aufleuchtet, wenn der Summenkompressor aktiv wird.

Monitor und Talkback

monitor

Ganz rechts auf der Mischpultoberfläche, neben der Mastersektion, liegen weitere Funktionsbereiche. Unter „MONITOR“ finden wir Regler für die Kopfhörer-Lautstärke, Monitor-Lautstärke und - falls das Mischpult im Studio-Betrieb an Monitor-Lautsprecher angeschlossen ist - für die Regieraum-Abhöre. Dazu kommen noch Taster für Mono-Betrieb und zum „Dimmen“ der Abhörlautstärke (zwischen -40 und 0 dB einstellbar).
Auch die TALKBACK-Funktion des X32 ist recht komfortabel gelöst. So finden wir zwei verschiedene Talkback-Tasten A und B, wobei sich für jedes Talkback neben der Lautstärke individuell einstellen lässt, ob man einen der Mix-Ausgänge oder die Stereo-Summe „ansprechen“ möchte, wie stark beim Talkback das Monitor-Signal automatisch gedimmt werden soll u.v.m. Während das interne Talkback-Mikro im Studio gute Dienste leistet, kann es beim lauten Soundcheck empfehlenswert sein, ein externes Mikrofon anzuschließen. Die passende Buchse findet man in der Talkback-Sektion auf der Mischpult-Oberfläche, gleich unter dem regelbaren 12-Volt Lampensockel.

talk

Szenen

sceneparasafe_4cDie gesamten Einstellungen des Digital-Mixers lassen sich in sogenannten Scenes mit Namen abspeichern und jederzeit wieder abrufen. Dabei wird nicht automatisch jeder Parameter gesichert. Man hat als User die Möglichkeit, festzulegen, welche Parameter nicht abgespeichert bzw. überschrieben werden sollen. Ebenso kann man auch einzelne Kanäle, Gruppen oder Busse individuell gegen Überschreiben sperren. Alle Scenes werden im Display in einer Art Tabelle angezeigt, der sich auch entnehmen lässt, welche Parameter relevant sind.
Das Scenes-Menü bietet auch die Kontrolle über die MIDI-Parameter, wenn Szenen via MIDI umgeschaltet werden sollen.
Die Möglichkeiten sind enorm und erlauben ein komfortables Handling der gesamten Show.
Auch ohne Display lassen sich die einzelnen Szenen direkt über die Tasten der SCENE-Sektion, wenn auch weniger komfortabel, verwalten. Über die Undo-Taste lässt sich der vorherige Status des Mixers wieder aufrufen.
Möchte man eine Show „offline“, d.h. ohne Mischpult vorbereiten, so bietet Behringer auch eine X-Remote-Software für den PC an, die nahezu alle Parameter des Mixers darstellt. Hier kann man nun in Ruhe am Rechner alle Setups programmieren und dann später in den Mixer laden. Die Remote-Software wird Herbst auch für Mac OS X verfügbar sein.

Parameter-Assign

CRW_Parameter_Assign_4cGerade in der Live-Situation kommt es häufig vor, dass man direkten Zugriff auf bestimmte Parameter wünscht, ohne erst durch die Menüs navigieren zu müssen. Das X32 bietet innerhalb der Sektion „ASSIGN“ insgesamt vier Endlos-Parameterregler inkl. Mini-Displays sowie acht Funktionstaster, die sich beliebigen Parametern oder Funktionen zuordnen lassen. Die Assign-Regler und Taster sind in drei Bänken A, B, und C organisiert, sodass man bis zu 12 Regler- und 24 Schaltfunktionen zur Verfügung hat. Dies ist von praktischem Nutzen, wenn man sich hier etwa wichtige Effekt-Parameter wie z.B. die Hall-Zeit auf Die heutigen SymboleDie heutigen Symbole schulden der Unterhaltungsbranche genauso viel, wie den alten Fruchtgummi-Herstellern. einen Assign-Regler legt - die Parameterwerte der Regler werden sogar im Mini Display angezeigt. Denkbar wäre auch, die Tap-Funktion eines Delays auf einen Taster zu legen und dann „on the fly“ das gewünschte Tempo einzutippen.

assign

Extrem praktisch ist auch die Tatsache, dass man auch viele Kanal-Parameter über die Parameter-Assign-Funktionen steuern kann. So könnte man auch neben den Effektparametern den Effektsend selbst über einen der Assign-Knöpfe fahren, ohne erst ins Kanal-Setup gehen zu müssen.
Der Phantasie dürften beim Einsatz der Assign-Features kaum Grenzen gesetzt sein.

Mute-Gruppen

Das X32 bietet sechs Mute-Gruppen, wobei sich jeder einzelne Kanal, ob Eingangs-Kanal oder Bus, einer oder mehrerer dieser Mute-Gruppen zuordnen lässt. So könnte man z.B. alle Drum-Kanäle auf eine Mute-Gruppe legen und diese dann mit nur einem Knopfdruck stummschalten. Da sich jeder Kanal sogar mehreren Mute-Gruppen zuordnen lässt, hat man die Möglichkeit, diverse Mute-Gruppen und -Funktionen ineinander zu verschachteln. Durch intelligente Konfigurationen der Mute-Gruppen kann man sich hier viel Stress und Aufwand beim Soundcheck wie bei der Show ersparen. Von Vorteil ist, dass die Gruppen-Mute-Funktion nicht „allmächtig“ ist. Hat man aus Versehen einen falschen Kanal in einer Gruppe untergebracht, so drückt man einfach die Mute-Taste des Kanals und der Kanal ist wieder zu hören. Ebenso lassen sich die Mute-Gruppe auch im Nachhinein bearbeiten und z.B. Kanäle ergänzen oder entfernen.
Um die Mute-Gruppen einfach abrufen zu können, findet man neben der Mastersektion sechs beleuchtete Taster.
Mute-Gruppen können auch über das Display verwaltet werden. Drückt man die MUTE GRP-Taste, so wird am unteren Displayrand stets die Mute-Gruppen-Funktion eingeblendet, ganz gleich, in welchem Menü man sich gerade befindet. Aktiviert werden die Mute-Gruppen durch den jeweiligen Taster der Softkeys. Bei aktivem Mute-Gruppen-Display arbeiten die normalen Mute-Gruppen-Taster nur noch im Anzeige-Modus, d.h. drückt man nun eine der sechs Mute-Gruppen-Tasten, so leuchten zur Übersicht lediglich die Select-Anzeigen der dazugehörigen Kanäle auf. Das eigentliche Aktivieren der Mute-Gruppen geht nun ausschließlich über die Display-Funktionen. Zuletzt sollte noch die Smartphone-Ablage in der unteren rechten Ecke der X32-Oberfläche genannt werden. So hat auch das geliebte iPhone beim Konzert einen Logenplatz.

Anschlüsse

Anschluesse

Außer den bereits genannten XLR-Buchsen für die Mischpultleuchte und den externen Talkback-Eingang tanzen auch die beiden Kopfhörer-Buchsen (6,3 mm Stereoklinke), die seitlich in den Griffmulden versteckt sind, aus der Reihe. Alle anderen Anschlüsse inkl. Netz-Buchse und Schalter wurden auf die Rückseite des Mixers verfrachtet. Auch hier bemerkt man bereits auf den ersten Blick, dass die Anordung der Anschlüsse sehr übersichtlich strukturiert ist.
Viele der X32-Anschlüsse lassen sich in den Routing-Menus konfigurieren, was die I/O-Zuordnung sehr flexibel macht.
Insgesamt finden wir 32 analoge symmetrische XLR-Eingänge, die als Mikro- oder Line-Inputs fungieren. Als analoge XLR-Ausgänge bietet das Mischpult nun 16 Ausgangs-Buchsen, in der Regel als Ausgänge für die Mix-Busse 1-16.
Dazu kommen noch die analogen Buchsen für den Monitor/Control-Room-Ausgang. Diese sind als symmetrische XLRs und parallel als symmetrische Klinken-Buchsen ausgelegt.
Bei den jeweils sechs Aux Ein- und Ausgängen haben sich die X32-Entwickler für Klinkenbuchsen entschieden, wenn auch die Aux Ein- und Ausgänge 5 & 6 parallel als Cinch-Buchsen vorhanden sind.
Als digitale Ausgänge bietet das X32 zwei mehrkanalige AES 50 I/Os, über die sich das Pult mit Behringers digitalen Stageboxen S16 oder mit einem weiteren X32 verbinden lässt.
Über den speziellen Ultranet-Port lässt sich das X32 direkt an Behringers komfortables P16 Monitor-System anschließen. Im X32 kann dabei frei konfiguriert werden, welche Signale die 16 Kanäle des P16 Monitor-Systems empfangen sollen. So kann jeder Musiker über die Mischfunktionen des P16 seinen individuellen Monitor-Sound kreieren.
Ergänzend ist das X32 noch mit einem digitalen AES/EBU-Ausgang ausgestattet, der sich den verschiedensten Pfaden im Mixer zuordnen lässt.
Neben den MIDI-Buchsen In und Out zur Parameter-Steuerung und Programm-Umschaltung verfügt das X32 schließlich über Remote-Control-Anschlüsse via Ethernet oder USB.
Ein wichtiges X32-Feature ist die Recording-Funktion über das USB 2.0/FireWire-Audio-Interface. Das mitgelieferte Audio-Interface ist im X32-Erweiterungsslot untergebracht und bietet die Möglichkeit, 32 Kanäle aufzunehmen und wiederzugeben. Als Anschlüsse stehen USB 2.0 sowie FireWire 400 zur Verfügung.

Fat-Channel und Signalfluss der Eingangskanäle

CRW_Input_sektion_4cBeim Einstellen der Parameter eines Kanals stellt sich schnell heraus, dass die richtige Kombination der Fat-Channel-Bedienelemente und der Menü-Bedienung via Display und Softkeys sehr effektiv ist. Man profitiert gleichermaßen von direkten Zugriffsmöglichkeiten über „Knöpfe“ als auch von den komfortableren Anzeige-Optionen des Displays.
Ein weiteres Feature - ob nun Zufall oder gewollt - erscheint in der Praxis ebenfalls als nützlich:
Während die Drehregler im Fat-Channel ohne Raster auskommen, sind die Soft-Parameter-Regler am Display gerastert. Dieses Raster erleichtert die Eingabe kleiner Parameter-Veränderungen. Für den normalen Mix-Vorgang eher unerheblich, hat mir jedoch auch gefallen, dass sich selbst der Kanal-Fader über das Display kontrollieren lässt. Gerade beim Einmessen eines Setups kann man auf diese Weise sicherstellen, dass z.B. der Fader exakt auf einem definierten Wert steht.
Die HOME-Taste des Displays öffnet eine Menüseite, die einen kompletten Kanalzug inkl. Eingangstufe, Insert, Ausgangs-Sektion, Gruppen-Setups, allen Sends sowie Gate-, EQ-, Dynamic-Einstellungen, sogar mit Dynamik- und EQ-Kurven, darstellt.

channelhome

Ändert man den Insert-Punkt oder schaltet man den den Kompressor zwischen Pre- oder Post-EQ um, so ändert sich auch die Reihenfolge der Sektionen im dargestellten Blockschaltbild.
Innerhalb dieser HOME-Page lassen sich auch direkt die wichtigsten Parameter bearbeiten. Möchte man jedoch alle Parameter einer Sektion detailliert sehen und editieren, so empfiehlt es sich, die entsprechende Menüseite aufzurufen.
Um von einer zur nächsten Sektion zu wechseln, verwendet man einfach die „Page“-Umschalt-Funktion am Display oder die entsprechenden „View“-Tasten im Fat-Channel.

Die Vorverstärker-Sektion des Mischpult-Eingangskanals (CONFIG/PREAMP ) stellt die erste Signalstufe eines Kanals dar und bietet drei Schalter zur Aktivierung der Phasenumkehr, der Phantom-Power sowie des Low-Cut-Filters.
Während sich mit dem FREQUENCY-Regler die Frequenz des Low-Cut-Filters zwischen 20 und 400 Hz variieren lässt, dient der GAIN-Regler zur Einstellung der Eingangsverstärkung.
Auf eine Umschaltung zwischen Line- und Mikro-Pegel wurde bei den X32-Preamps verzichtet, dafür ist der Input-Gain regelbar von -12 dB bis +60 dB. Dies hat den Vorteil, dass die XLR-Eingänge des Mixers ohne Umschaltung sowohl für Line- als auch für Mikro-Signale verwendet werden können. Um eine optimale Aussteuerung zu gewährleisten, finden wir in der Preamp-Sektion wie auch im Display eine Aussteuerungsanzeige.
Innerhalb des CONFIG-Menus lässt sich auch einstellen, welches Signal auf dem selektierten Kanal eingeht. Welche Optionen hier zur Auswahl stehen, hängt vom Routing Setup des X32 ab, aber dazu später mehr.
Sobald ein anderer Eingang als der des eigentlichen Kanals ausgewählt wird, erscheint im jeweiligen Mini-Display ein Hinweis. Auf diese Weise sieht man sofort, welcher Kanal hier aus der Reihe tanzt. 
Im CONFIG-Menu kann darüber hinaus ein Pre/Post-schaltbarer Insert aktiviert werden. Als Inserts stehen sowohl die internen Effekt-Prozessoren als auch die Aux-Wege zur Auswahl.  
Um Laufzeiten z.B. zwischen unterschiedlichen Delay-Türmen auszugleichen, wurde ein Delay integriert, welches bis max. 500 ms verzögert. Glücklicherweise zeigt die Skala nicht nur Werte in Millisekunden, sondern auch in Metern oder Feet an.
Die GATE-Sektion bietet im Fat-Channel lediglich einen Ein-/Ausschalter sowie den Threshold-Regler. Im entsprechenden Display-Menü lassen sich zusätzlich die Timingparameter Attack, Hold und Release sowie der Gate-Regelbereich (auf/zu bzw. nur leiser bei geschlossenem Gate) einstellen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, zwischen Gate- und Duck-Betrieb umzuschalten. Um die Gate/Duck-Funktion auch mit anderen Signalen triggern zu können, erlaubt das Menü, beliebige Key-Signale anzuwählen, ganz gleich ob es sich dabei um andere Kanäle, Busse, Sends, Aux-Wege o.a. handelt. Zusätzlich kann für das Keysignal ein variables Filter zugeschaltet werden, um das externe Keying zu optimieren.

Die DYNAMICS-Sektion ist ähnlich wie das Gate aufgebaut. Auch hier gibt es im Fat-Channel nur einen Regler für den Threshold. Im Display-Menü geht´s dann wie beim Gate mit weiteren Timing- oder Keying-Parametern zur Sache. Wahlweise kann der Dynamik-Prozessor zwischen Kompressor- und Expander-Modus umgeschaltet werden. Als Ratio sind Werte zwischen 1:1 und 1:100 einstellbar. Um das Kompressor-Verhalten optimal einstellen zu können, erlaubt der „Knee“-Parameter, die Kompressor-Kurve weicher oder steiler verlaufen zu lassen. Zum Ausgleich des Signal-Verlustes durch den Kompressor lässt sich der Pegel über den Gain-Parameter wieder aufholen. Die Wirkung des Kompressors wird sowohl durch eine Grafik im Display als auch durch einen kleinen Bargraph im Fat-Channel und durch weitere LEDs ober- und unterhalb der Kanal-Aussteuerunsanzeige dargestellt.   

Die EQUALIZER-Sektion des X32 ist für ein Live-Mischpult schon mehr als komfortabel. Neben dem o.g. Low-Cut, der auch noch mal in der EQ-Sektion auftaucht, bietet der X32-Equalizer weitere vier EQ-Bänder. Jedes Band ist regelbar in Bezug auf Frequenz (20 Hz bis 20 kHz), Güte (0,3 bis 10) und Gain (+/-15 dB). Dazu kann individuell für jedes Band eine von vier Betriebsarten (High Cut, High Shelving, Vintage EQ, Parametric EQ, Low Shelving, Low Cut) ausgewählt werden. Wie beim X32 üblich können die EQ-Einstellungen sowohl im Fat-Channel als auch über das Display eingestellt werden. Der Fat-Channel bietet dafür drei Endlos-Regler für Frequenz, Gain und Güte. Die Umschaltung des EQ-Modes sowie die Auswahl des Bandes erfolgt über die beleuchteten Taster. Im Display erstreckt sich das umfangreiche EQ-Menü dagegen über vier Layer.
Die aus den Einstellungen resultierende EQ-Wirkung wird im Display als Frequenzkurve angezeigt.


Sends

CRW_Fat_Chanel_4cAuch in puncto Sends ist das X32 üppig ausgestattet. Insgesamt stehen 16 Sends zur Verfügung, die sich über die BUS SENDS-Sektion kontrollieren lassen. Während der Fat-Channel lediglich vier Endlosdrehregler und vier Bank-Wahltasten (Send 1-4, 5-8, 9-12 und 13-16) bietet, liefert das entsprechende Display-Menü einen Überblick über alle 16 Sends. Die Sends lassen sich hier im Pegel einstellen, ebenso können sie paarweise Pre/Post-Fader oder Pre/Post-EQ geschaltet oder einfach als Subgruppe aktiviert werden. Sehr praktisch ist auch, dass sich alle 16 Sends eines Kanals direkt über die acht Fader der Output Sektion einstellen lassen, sobald die Taste “SENDS ON FADER“ gedrückt wird. Über die Wahl der entsprechenden Layer erhält man Zugriff auf die Send-Busse 1-8 oder 9-16.

Damit man auch ohne Haupt-Display stets weiß, welcher Send Pre-Fader geschaltet ist, leuchtet bei aktivem Pre-Fade-Mode eine LED unterhalb der Ausgangs-Kanal Pegelanzeige, sobald man auf Bus 1-8 oder 9-16 umschaltet.

auxhome


Die MAIN BUS-Sektion ist sowohl über den Fat-Channel als auch über die Display-Funktionen sehr einfach zu handhaben. Sie bietet lediglich die Anzeige des aktiven Panorama-Modes (R und L , oder R, C und L) sowie Einstellmöglichkeiten für das R/L-Panorama und den Mono-Pegel inkl. Aussteuerungsanzeigen. Der Panorama-Modus kann generell für das gesamte Pult im Setup-Menü konfiguriert werden.

Fat-Channel und Signalfluss der Ausgangskanäle

Die Bearbeitung der Ausgangskanäle ist nahezu identisch zur Bearbeitung der Eingangskanäle, ganz gleich ob man die Bedienung über den Fat-Channel oder das Display wählt. Bei den Ausgangskanälen (Bus 1-16) findet man allerdings weder Input-Sektion noch Gate und lediglich noch sechs Matrix-Sends - eine Art sechskanaliger Mixbus. Dafür bieten die Ausgangskanäle ein Band mehr in der EQ-Sektion. Das gleiche gilt auch für die Matrix-Ausgänge, hier fallen lediglich die Matrix-Sends weg.

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