LINE6 POD HD300

THE NEXT GENERATION

Der neue Sound-Gott für Guitar-Modelling in High Definition!

Der erste POD (auch bekannt als rote „Niere“ oder „Bohne“) stellte im Jahr 1998 alles in den Schatten, was im Bereich Amp-Modelling und Effekten zu damaliger Zeit überhaupt machbar und vor allem erschwinglich war. Ich selber kenne so einige Gitarristen, die ihr übliches tolles Setup, bestehend aus Amps und Effekten, komplett eingemottet und nur noch über den POD von LINE6 gespielt haben. Einfacher ging es ja auch nicht: Klinken-Kabel in den Mischer und schon gab es revolutionäre Gitarrensounds plus tolle Effekte für jeden Geschmack. Tonnenschwere Schlepperei für ein Effekt-Rack war Vergangenheit.

Ibanez AFS75T

Mehr als nur Jazz

Ibanez hat es sich jüngster Zeit mit der ARTCORE-Serie zur Aufgabe gemacht, auch nicht so gut betuchten Musikern wirklich preiswerte, aber qualitativ absolut hochwertige Instrumente zu ermöglichen, die nicht eine einfache Kopie von Vintage-Gitarren sind, sondern neben den traditionellen Elementen ebenfalls modernste Bauteile und Produktionsprozesse beinhalten und dadurch ein sicheres Spielgefühl vermitteln. So entstanden in der Artcore-Serie wunderschöne klassische E-Gitarren, die kunstvoll von den Designern von Ibanez in Szene gesetzt wurden und den Musiker in eine vergangene Zeit zurückversetzen können.

Heute möchte ich Euch die Artcore AFS75T vorstellen, eine Halbresonanz-Gitarre in klassischem Design mit Vintage-Tremolo und 2 Humbuckern.

Alesis VideoTrack

VideoTrack_front_mediaTaschenkino

Nachdem mittlerweile nahezu jeder Hersteller von Recording-Equipment einen Audiorecorder für die Tasche im Programm hat, liefern die „klassischen“ Audio-Geräte-Hersteller nun kompakte Video- und Audiorecorder. Diese neuartigen Recorder bieten zwar einfache Video-Aufnahmemöglichkeiten, jedoch mit dem Schwerpunkt Top-Sound.

Neumann KH 120 A

Aktiver Studio-Monitor

Seit mehr als 80 Jahren gilt Neumann als der klassische Hersteller von hochwertigen Studio-, Bühnen- und Broadcast-Mikrofonen und hat seit jeher stets innovative Audiotechnologien ins Leben gerufen – zuletzt z.B. die digitale Mikrofon-Technologie rund um das Solution-D Konzept. Mit dem KH 120 A liefert Neumann nun den Auftakt für eine weitere neue Produktlinie, die Neumann-Studiomonitore.

Universal Audio A800 PlugIn

Mollige Wärme

Wärme in der Wohnung muss in diesen Tagen teuer bezahlt werden. Das gilt auch für analoge Wärme. Die Preise für eine »echte« Studer A800 sind immer noch recht hoch, wurde die Maschine doch einmal als Standardausstattung für ein seriöses Tonstudio gewertet. Würde man einmal nachforschen, wie viele großartige Bands auf dieser Maschine aufgenommen wurden, würde man sicherlich eine Liste des »who-is-who« der Pop- und Rockmusikgeschichte erhalten. Nicht nur, dass man in der »Prä-Protools-Ära« der Musikaufnahmen diese Maschine wegen ihres Handlings schätzte, man benutzte sie auch ganz bewusst als Klangwerkzeug.

Shure KSM42 und KSM44A

Neues Duo

Eigentlich könnte sich der US-Hersteller Shure getrost zurücklehnen, denn nach wie vor sind die Shure-Klassiker wie SM 57 und SM 58 weltweit noch immer die Topseller unter den Mikrofonen. Kaum ein anderes technisches Produkt im MI-Bereich hat sich über solch einen langen Zeitraum so extrem gut gehalten. Und doch ruhen sich die Shure-Entwickler nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern liefern ständig neue Produkte nach. Mit den beiden Mikros KSM42 und KSM44A, dem Nachfolger des KSM44, liefert Shure nun zwei neue Großmembran-Mikrofone in den Farben Champagner und Silber. Xound hatte die beiden Mikros im Test.

AVID Mbox 3

Ohne Übertreibung könnte man 2010 als das Reformationsjahr der US-Firma AVID bezeichnen. Der Audio-Bereich (ehemals Digidesign) wurde mit den anderen Produktsparten unter dem einheitlichen Label vereint, das Pro Tools HD-System (seit Jahren Standard im professionellen Studiobereich) wurde auch in einer nativen Version präsentiert und - was noch vor nicht allzu langer Zeit niemand für möglich gehalten hätte - die feste Bindung von von Hard- und Software durch Pro Tools 9 erstmalig aufgebrochen.

Behringer X32

Behringer X32 Praxistest

Behringer bläst zum Angriff

Seit Monaten wird Behringers neues X32 Digitalmischpult in den Fachmedien heiß diskutiert. Mit seinen in dieser Preisklasse nahezu sensationellen Features hat das neue Behringer X32 eine große Erwartungshaltung geweckt, was gleichermaßen Fans wie Skeptiker auf den Plan gerufen hat. Ich muss gestehen, auch wir waren zunächst sehr skeptisch, war es doch bis vor kurzem unmöglich, ein digitales Mischpult mit solch einer üppigen Ausstattung zu so einem Preis zu bekommen.

CRW_5148_4cBereits Ende April hatten wir zum ersten Mal Gelegenheit, zwei Vorserien-Geräte des X32 beim Paul Carrack Live-Konzert einzusetzen (). Schon im Rahmen dieses ersten Praxis-Einsatzes hat uns das X32 positiv überrascht, wenn wir auch bei diesem recht spontanen Einsatz nicht alle Funktionen des Mixers in Ruhe ausprobieren konnten.

Mittlerweile sind die X32 Pulte lieferbar, und wir hatten in der Zwischenzeit die Möglichkeit, dem neuen Digital-Mixer im Studio wie beim Live-Einsatz gründlich auf den Zahn zu fühlen. Hier unser umfangreicher Praxis-Test.

Konzept

Beim X32 handelt es sich um ein digitales Mischpult mit 32 Eingangs-Kanälen. Das Mischpult ist mit 32 vollprogrammierbaren Preamps ausgestattet - designed by MIDAS. Aufgrund des weiten Gain-Bereiches der Preamps lassen sich direkt Line- oder Mikro-Signale an die XLR-Buchsen des X32 anschließen. Die Konfiguration der Inputs und Outputs kann beim X32 sehr flexibel gestaltet werden, nahezu jeder physikalische Ein- oder Ausgang lässt sich intern einem gewünschten Signalweg zuordnen.
Insgesamt bietet das Mischpult 16 frei zuordenbare Mix-Busse und 6 Matrix-Busse sowie DCA-Gruppen. Neben umfangreichen EQ- und Dynamic-Features, sowohl in den einzelnen Kanälen als auch in allen Bussen, bringt das X32 gleich eine Reihe von Stereo-Effektprozessoren mit. Bis zu acht dieser Stereoeffekte lassen sich gleichzeitig nutzen.
Auch wenn das X32 in erster Linie für den Live-Einsatz konzipiert wurde, macht es mit der integrierten Talkback- und Monitor-Controller-Funktion sowie der 32-Kanal Onboard-Soundkarte (24-bit, USB/Firewire) auch im Projekt-Studio eine gute Figur.
Die Bedienung des X32 erfolgt über Fader, diverse Endlosregler und das komfortable 7“-Farbdisplay.
Insgesamt verfügt das Mischpult über 25 Motorfader (16 Eingangs-Fader, 8 Ausgangs-Fader und 1 Master-Fader), die sich z.T. sogar zur Remote-Steuerung von DAWs nutzen lassen.
In Kürze wird als Ergänzung zum X32 auch eine digitale Stagebox „S16“ zur Verfügung stehen. Die S16-Stagebox verfügt über 16 fernsteuerbare Mic/Line-Preamps sowie 8 Outputs inkl. eigenem Kopfhörer Monitoring. Die Kommunikation zwischen S16 und X32 erfolgt über die AES50 Technology (48 I/O) von KLARK TEKNIK, wobei sich bis zu drei Stageboxen an einen Mixer anschließen lassen.
Darüber hinaus bietet das X32 einen so genannten ULTRANET-Ausgang für direkte Integration des Behringer Powerplay P16 Systems. Beim P16 handelt es sich um einen kleinen digitalen 16-Kanal Monitor-Mixer, bei dem sich jeder Kanal individuell in Bezug auf Pegel, Panorama, EQ und Limiter einstellen lässt. Hiermit kann sich jeder Musiker seinen eigenen Monitormix erstellen.
Das X32 lässt sich zwischen den zwei Samplingraten 44,1 kHz und 48 kHz umschalten.
Synchronisiert wird das Pult entweder intern, über die AES-50 Ports oder über die USB/FireWire-Karte.

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Ein erster Überblick

CRW_Minidisplays_4cObwohl das X32 recht kompakt ist, kommt der neue Digitalmixer in einem recht großen Karton daher. Zum üblichen Lieferumfang zählen neben X32 Pult inkl. Netzkabel das Manual, eine Staubschutzhülle sowie die 32-Kanal USB/FireWire-Soundkarte.
Bereits beim ersten Kontakt erweist sich das Pult als durchaus sympathisch, auch in Bezug auf die Haptik. Die Faderknöpfe sind allerdings nicht so griffig wie die sonst bei Mischpulten verwendeten Standard-Faderknöpfe. Doch wenn dieser Umstand stört, lassen sich die X32-Knöpfe einfach durch Standard-Knöpfe austauschen.

Trotz der Komplexität der X32-Funktionen macht der Digital-Mixer bereits auf den ersten Blick einen recht übersichtlichen Eindruck. Alle Bedienungselemente sind in funktionale Gruppen aufgeteilt. Sowohl das 7“ große Hauptdisplay als auch alle anderen Anzeigen inklusive der beleuchteten Taster geben Aufschluss über die gerade aktiven Einstellungen, sodass man sich auch ohne Bedienungsanleitung - diese fehlte leider bei unserem Testgerät - schnell zurechtfindet.

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Nach dem Einschalten des Mixers fällt sofort der leise Lüfter auf. Gerade beim Einsatz im Studio wird man sich über dieses Feature besonders freuen.
Im linken Bereich der Mischpultoberfläche finden wir gleich neben dem großen Farbdisplay die Eingangskanal-Sektion, die wiederum in eine Fader-Sektion mit 16 physischen Kanälen sowie einen sogenannten „Fat-Channel“, der sämtliche Bedienelemente eines kompletten Kanalzugs darstellt, aufgeteilt ist.
Jeder der 16-Kanäle innerhalb der Fader-Sektion verfügt über einen motorisierten 100mm Fader, beleuchtete Mute-, Solo- und Select-Taster, eine Kanal-Aussteuerungsanzeige (inkl. Gate und Kompressor-LEDs) sowie ein kleines LCD-Display. Über die kleinen beleuchteten Displays lässt sich jeder Kanal mit den notwendigen Infos wie Instrumenten- oder Kanal-Name beschriften, dabei lassen sich auch Icons einfügen und individuelle Farben auswählen.
Durch die Mini-Displays fällt das lästige Beschriften der Kanalbelegung mittels Klebeband weg - eine Menge Komfort für ein Pult dieser Preisklasse.

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Das Mini-Display-Konzept macht vor allem Sinn, da sich die Fader-Sektion zwischen vier Layern umschalten lässt. Während die ersten beiden Layer den Eingangs-Kanälen 1-16 bzw. 17-32 zugeordnet sind, repräsentiert Layer 3 die Aux-Eingänge sowie die USB- und Effekt-Returns. In Layer 4 dienen die Fader-Kanäle zur Kontrolle der 16 Bus-Master.
Im oberen Drittel der Eingangskanal-Sektion liegt der o.g. Fat-Channel. Hier finden wir nun die wichtigsten Bedienungselemente eines gesamten Kanal-Zugs, sinnvoll in unterschiedliche Sektionen aufgeteilt:

CONFIG/PREAMP - dieser Bereich repräsentiert die Vorverstärker-Sektion des Mischpultes

GATE - dient zur Kontrolle des Kanal-Noise-Gates

DYNAMICS - ermöglicht Zugang zum Kanal-Kompressor/Limiter

EQUALIZER - bietet die wichtigsten EQ-Parameter

BUS SENDS - ermöglicht die Einstellung der 16 Sends

MAIN BUS - erlaubt die Einstellung von Panorama und Pegel für den Hauptbus

Zum Bearbeiten eines Kanals, ob Eingangskanal oder Bus, wählt man diesen einfach über die jeweilige Select-Taste aus und stellt die gewünschten Parameter direkt im Fat-Channel oder über die Bedienelemente des Displays ein. Die Regler des Fat-Channels sind als Endlos-Drehregler mit integrierter LED-Anzeige (zeigt den aktuellen Wert an) ausgelegt, auch alle Funktionstaster sind beleuchtet, sodass man die aktuelle Einstellung im Fat-Channel sofort erkennen kann.
Das große Display liefert gegenüber dem Fat-Channel jedoch einen detaillierteren Überblick, wesentlich komfortablere Anzeigen und auch zusätzliche Parameter.
Damit man stets zu jedem Fat-Channel das passende Display angezeigt bekommt, haben die X32-Entwickler jeder Sektion eine individuelle View-Taste spendiert. Mit dieser Funktion lässt sich per Knopfdruck jede gewünschte Sektion direkt auf das Display legen. Gerade in der oft stressigen Live-Situation verliert man auf diese Weise niemals den Überblick innerhalb der Display-Menüs.
Zur Solo-Funktion des X32 sei gesagt, dass diese stets als PFL-Funktion ausgelegt ist, wenn sich auch manche Solo-Funktionen AFL betreiben lassen. Bei der Solo-Funktion gibt es eine Art Prioritäten-Reglung, so haben z.B. die einzelnen Kanäle vor den Bussen Vorrang. Dies bedeutet: Wenn man gerade einen Bus im Solo-Modus abhört und dann den Solo-Taster eines Kanals drückt, so verdrängt der Kanal den Bus aus dem Solo-Weg, wobei die Solo-Taste des Busses zu blinken beginnt.
Live dürfte man mit den Solo-Funktionen des X32 gut zurechtkommen. Für den Studio-Betrieb dagegen wäre ein Solo-In-Place-Modus ganz praktisch, doch hier kann man sich ggf. durch geschicktes Anlegen von Mute-Gruppen behelfen.
Möchte man einzelne Kanäle zu Stereo-Paaren zusammenfassen, so erfolgt dies einfach über die Link-Funktion des Mixers. Dies gilt auch für die 16 Mix-Busse. Ganz praktisch ist dabei, dass die auf Mix-Busse gerouteten Sends automatisch zu Stereo-Sends (Level und Panorama) werden, sobald zwei Mix-Busse zu einem Stereo-Paar verkoppelt sind.
Möchte man das Mischpult vor dem Zugriff Unberechtigter schützen, so lässt sich ähnlich wie beim Handy eine Art Tastensperre aktivieren. Man sollte sich allerdings unbedingt merken, wie man die Tastensperre wieder deaktiviert (Home-Taste für mehr als 5 Sekunden drücken), ansonsten gibt´ s nur die Möglichkeit, das Pult aus- und wieder anzuschalten.