Recording Teil 1

Überspielung der Demo-Session

BxDxF11Beim Voting zum Xound-Bandworkshop mit BxDxF hattet ihr bereits Gelegenheit, das Demo unseres Workshop-Songs „From Darkness“ zu hören. Alle BxDxF-Songs entstehen generell in Ableton Live, d.h. auch das gesamte Demo-Material existiert als Ableton Live-Projekt.

Dies liegt vor allem daran, dass BxDxF-Gitarrist/Bassist und Songschreiber Mike Rollmann eingeschworener Ableton Live User ist (warum beschreibt er uns persönlich, siehe Mikes Statement).

Da wir im Studio mit einem Pro Tools HD-System arbeiten, mussten wir nach einer Möglichkeit suchen, die Session-Daten vom Ableton- ins Pro Tools zu importieren. Schließlich wollten wir nicht bei Null mit einem Click-Track anfangen. Wenn man ein Demo mit einer stimmigen Grundatmosphäre hat, ist es stets empfehlenswert, die Demo-Tracks bei den ersten Neuaufnahmen mitlaufen zu lassen. So hat man gleich eine gewisse Grundstimmung, und es macht den Musikern - meist ist ja bei den Aufnahmen der Drummer als erster dran - sicherlich mehr Spaß, zu den Demo-Tracks als zu einem langweiligen Click zu spielen.

Um die Original Ableton Live Session ins Pro Tools zu bekommen gibt es sicherlich viele Optionen. Eine Möglichkeit ist, alle Spuren als Audio-Spuren zu bouncen und dann im Pro Tools importieren. Da wir allerdings teilweise auch die Synthies und spezielle Filtereffekte aus Ableton Live verwenden wollten, haben wir uns für einen speziellen, sehr komfortablen Weg entschieden: Wir haben die Session-Daten verlustfrei und mit allen Details via ReWire übertragen. Glücklicherweise unterstützen sowohl Ableton Live als auch Pro Tools das ReWire-Protokoll. Für die Überspielung haben wir beide Programme im MacBook Pro geöffnet. Sofort laufen beide Programme völlig synchron inkl. aller Transport-Funktionen - wie innerhalb einer einzigen Software.
Dann haben wir alle gewünschten Tracks, ob Audio- oder Synth-Spuren, in Ableton Live auf entsprechende ReWire-Kanäle geroutet und diese für den Transfer gewählten Kanäle als Inputs für die Pro Tools-Aufnahmespuren angewählt. Das Ganze funktioniert perfekt und äußerst komfortabel, da sämtliche Eigenheiten der Original-Session inkl. Tempo, Tempowechsel usw. mit übernommen werden - einfach genial. 
Durch diese Lösung hatten wir auch jederzeit die Möglichkeit, Ableton Live mit der Pro Tools HD-Session im Studio-Rechner perfekt zu synchronisieren. So konnten wir die Original-MIDI-Spuren aus Live dazu verwenden, auch externe Synthesizer anzusteuern, die wir dann synchron im ProTools HD als Audio-Signal aufgenommen haben.

Geschafft! die Ableton-Session ist via ReWire ins ProTools überspielt.

Wie sich später herausgestellte, hat uns dieses Konzept sehr geholfen, denn nach den powervollen Drum-Recordings entpuppten sich einige der von Mike programmierten Synths als etwas „kraftlos“ oder „steril“. Wir haben daher einige der Sounds durch einen analogen Studio-Verzerrer geschickt, um den Klang etwas aufzumotzen.
Gleichzeitig haben wir einige Synthspuren nochmal mit externen Synthesizern aufgenommen oder die Ableton Live Synthies gedoppelt, wobei auch einige analoge Synthesizer-Schätzchen zum Einsatz kamen.
Nachdem wir die Basic-Tracks aus dem Ableton Live Demo-Titel ins Pro Tools System überspielt hatten, ging es weiter mit den Schlagzeugaufnahmen.

Soundbeispiel:

Die Original-Demo-Session „From Darkness“ im Ableton Live-Format:

BxDxF_FromDarkness_Xound Project.zip

Hinweis der Redaktion:
Wer kein Ableton Live hat, kann sich hier eine 30-Tage Test-Version downloaden
http://www.ableton.com/de/downloads/a/try-ableton-live/?gclid=CKPz5MiSpLICFcfKtAodPjIAiA