Ein kleiner physikalischer Exkurs

Bevor wir uns dem Raumtuning widmen, möchte ich zunächst zu einem kleinen physikalischen Exkurs einladen. Je mehr man die akustischen Grundlagen versteht, umso effektiver wird man später beim Präparieren des Raums Entscheidungen treffen können, was nicht nur Nerven sondern auch Geld spart. 
Betreibt man eine Schallquelle in einem Raum, so wird die Luft in Schwingung versetzt und der Schall breitet sich aus. Wie sich der Schall räumlich ausbreitet, hängt vom Abstrahlverhalten der Schallquelle ab. Generell lässt sich sagen, dass sich hohe Frequenzen gerichteter ausbreiten, während die Ausbreitungsrichtung mit sinkender Frequenz immer breiter wird. Bässe verteilen sich kugelförmig, weshalb man auch einen Subwoofer überall deutlich hört, selbst wenn er unter dem Tisch oder irgendwo im Raum platziert wird.
Treffen die Schallwellen auf eine Oberfläche, ob Möbel, Wand oder Fenster, werden sie reflektiert. Die Art der Reflexion hängt sowohl von der Oberflächenstruktur als auch von den Materialeigenschaften des reflektierenden Objekts ab. Eine Beton-Wand reagiert natürlich anders als eine Holzplatte, ein Vorhang oder z.B. ein Sofa.

Reflexionen und Nachhall