Eingangskanäle des Mixers im Überblick

Die Eingangskanäle des Mixers zeigen von oben nach unten zunächst einen versteckten Trimm-Regler, danach kommt ein Trittschallfilter, gefolgt von einem Noisegate, einstellbar in Attack, Threshold und Release. Eine Signal-LED stellt die Arbeitsweise des Gates dar.
Als nächstes finden wir die 4-Band parametrische EQ-Sektion, die die EQs einer britischen analog-Konsole emulieren. Die beiden mittleren Bänder verfügen über eine Glockenkurven-Charakteristik, während sich die Charakteristik der anderen Bänder zwischen Glocken- und Kuhschwanzcharakteristik umschalten lässt. Neben den Frequenz- und den Gain-Parametern ist auch die Filtergüte bei der Bell-Charakteristik variabel.
Die nächste Sektion liefert einen Kompressor pro Kanal, einstellbar in Threshold, Ratio, Gain, Attack & Release. Ebenso lässt sich der Detektor zwischen RMS und PEAK umschalten, je nachdem, wie der Kompressor auf das Programmmaterial reagieren soll. Die Arbeitsweise des Kompressors wird durch zwei kleine Aussteuerungs-Anzeigen dargestellt.
Für die Emulation des Kompressors hat kein geringeres Gerät als der legendäre Teletronix LA-2A Pate gestanden.
Bei einem „echten“ Mischpult dürfen die Aux-Sends nicht fehlen. Insgesamt stehen beim AVB-Mixer vier Aux-Sends plus ein separater Reverb-Send zur Verfügung. Der spezielle Reverb-Send leitet das Signal direkt zum internen Hall-Prozessor.
Übrigens: der Hall-Prozessor ist durchaus brauchbar, vergleichbar mit den Hall-Effekten herkömmlicher Multieffektprozessoren.

Die Aux-Sends können Mono betrieben oder zur Stereo-Pärchen zusammengefasst werden. Dazu ist jeder Send mit einer Solo-Taste zum Vorhören sowie eine Pre/Post-Umschaltung ausgestattet.
Jedes Modul der Eingangskanäle verfügt über ein eigenes Preset-Management, so dass sich neben globalen Mixer-Einstellungen, auch die Einstellungen einzelner Moduls individuell abspeichern lassen.
Die nächste Sektion zeigt wieder die Mischpult-typischen Funktionen, wie Solo und Mute und  Panorama. Gleich unter der Fader-Sektion befinden sich weitere kleine Fader, z.B. als Main oder als Gruppensends bezeichnet. Diese kleinen Fader stellen nun weitere Sends zum Main-Mix bzw. zu weiteren Gruppen-Mixbussen dar. Das bedeutet, man kann gleich mehrere parallele Mixversionen  kreieren.
Ähnlich wie bei den Aux-Sends ,können die Group-Busse in mono oder stereo konfiguriert werden, ebenso finden wir hier eine Solo-Funktion und die pre/post-Umschaltung.