UltraLite-AVB-iso-rightMOTU UltraLite AVB

Das kleine netzwerkfähige Audio-Interface (Artikel v. 4/15)

Mit dem UltraLite AVB präsentiert MOTU das kleinste Mitglied der AVB Audiointerface-Familie. Was das Interface leistet, erfahrt ihr in unserem Xound Praxis-Test.

Bei AVB (audio video bridging) handelt es sich um ein offenes Protokoll zur Echtzeitübertragung von Audio- und Videodaten, an dem viele Firmen, u.a. auch Cisco und Apple, mit entwickeln. Das lizenzfreie AVB Netzwerk-Format wird von mehr und mehr Herstellern unserer Branche unterstützt. So wurden auch auf der diesjährigen Musikmesse die ersten Mischpulte von PRESONUS und AVID vorgestellt, die AVB-fähig sind.
Das Besondere an den AVB-Interfaces ist die Netzwerkfähigkeit der Geräte. So lassen sich 2 Geräte    mit einem einfachen CAT 5e oder CAT 6 Netzwerk-Kabel (bis zu 1 Gigabit-Netzwerk Performance) miteinander verbinden. Möchte man noch mehr Interfaces zu einem größeren Netzwerk verknüpfen, benötigt man noch einen AVB Switch. Bis zu fünf Interfaces lassen sich an einen AVB Switch anschließen, wiederum bis zu sieben  AVB-Switches lassen sich miteinander verbinden.
Die Kabelwege dürfen bis zu 100 Meter betragen. Wenn man das Netzwerk mit mehreren Interfaces und  einem oder mehreren Switches clever anlegt, lassen sich somit Distanzen von mehreren hundert Metern überbrücken.  
Die Audio-Kanäle sind beim AVB-Format in sogenannte Streams, in jeweils acht Kanälen organisiert.
Z. Zt. lassen sich via AVB bis zu 256 Kanäle simultan über das Netzwerk übertragen, es gibt aber auch bereits Versuche mit 512 Kanälen, obwohl die Performance des Netzwerk-Formates damit noch nicht erschöpft ist.

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