Eingangskanäle im Überblick

Die Eingangskanäle Mixers zeigen von oben nach unten zunächst einen versteckten Trimm-Regler, danach kommt ein Hochpassfilter, um Trittschall oder sonstige tieffrequente Störungen auszublenden. Als nächstes folgt ein Noisegate, einstellbar in Attack, Threshold und Release. Die Wirkung des Gates wird durch eine Art Signal-LED dargestellt.
Gefolgt wird das Gate von der EQ Sektion, die als 4-Band parametrische Klangregelung ausgelegt ist. Während die beiden mittleren Bänder stets eine Glocken-Charakteristik liefern, lassen sich das High- wie das Low-Band zwischen Glocken- und Kuhschwanzcharakteristik umschalten. Einstellbar sind neben den Gains und den Frequenzen auch die Filtergüte bzw. Bandbreite (nur bei Bell-Charakteristik). Die EQ´s emulieren, laut MOTU ,die EQ´s einer britischen analog-Konsole. Klingen tun sie wirklich auch überzeugend.
Als nächste Sektion finden wir das Kompressormodul des Kanals, welches den legendären Teletronix LA-2A emuliert. Einstellbar sind Parameter wie Threshold, Ratio, Gain, Attack & Release. Ebenso lässt sich der Detektor zwischen RMS und PEAK umschalten, je nachdem, wie der Kompressor auf das Programmmaterial reagieren soll. Zwei kleine Aussteuerungs -Anzeigen für Level und Gain liefern einen Überblick über die Arbeitsweise des Kompressors.  
Die folgende Funktionsgruppe fasst die Aux-Sends zusammen. Insgesamt werden14 Aux-Sends plus einen Reverb-Send geboten. Die Aux-Sends können entweder Mono betrieben oder zur Stereo-Pärchen zusammengefasst werden. Jeder Send verfügt über eine Solo-Taste zum Vorhören sowie eine Pre/Post-Umschaltung, je nachdem ob der Send vor oder nach dem Fader erfolgen soll.   
Der spezielle Reverb-Send schickt das Signal zum internen Hall-Prozessor des Interfaces. Der Hall-Prozessor ist durchaus brauchbar, so wie man es von herkömmlichen Multieffektprozessoren kennt.
Jedes Modul in den Eingangskanälen verfügt über ein eigenes Preset-Management, so dass man nicht nur die gesamte Mixer-Einstellung sondern auch die Einstellung jedes einzelnen Moduls individuell abspeichern und jederzeit wieder aufrufen kann.  
Als nächste Sektion finden wir die Kanal-Fader mit Funktionen, wie Solo und Mute, sowie die Panoramaregler. Gleich unter der Fader-Sektion befinden sich weitere kleine Fader, z.B. als Main oder -falls aktiviert - als Gruppensends bezeichnet. Diese kleinen Fader stellen nun weitere Sends zum Main-Mix bzw. zu weiteren Gruppen-Mixbussen dar. Das bedeutet, man kann gleich mehrere parallele Mixversionen  kreieren.
Ähnlich wie bei den Aux-Sends ,können die Group-Busse in mono oder stereo konfiguriert werden, ebenso finden wir hier eine Solo-Funktion und die pre/post-Umschaltung.