Device-Menu des AVB 1248Device-Menü

In der Kopfzeile des Bildschirm-Menüs lässt sich das Interface beliebig benennen. Standardmäßig wird hier lediglich die Interface-Bezeichnung angegeben. Um ein einzelnes Interface im großen Setup einfacher zu identifizieren, bietet die MOTU-Software ein ganz nützliches Feature: Klickt man das kleine runde Icon in der rechten Bildschirmecke an, so blinkt das Display des gerade über die Software aktivierten Interfaces. In der linken oberen Ecke des Bildschirms finden wir ein kleines Menü, über das sich die Setups und Presets verwalten lassen.  
Als Bedienelemente finden wir zu oberst die Sektionen „Configuration“ und „Quick Setup“.
Die Configuration-Sektion erlaubt die Einstellung der Samplerate zwischen 44.1 und 192 kHz. Über das Menü „Clock Mode“ wählt man eine Sync-Quelle für die Clock an. Zur Auswahl stehen die internen Clock-Optionen, wie Wordclock-Eingang, S/PDIF- oder ADAT-Port (A oder B) oder einer der aktiven AVB-Streams. Eine zusätzliche Status-Anzeige signalisiert, ob die Synchronisation korrekt läuft oder ob es Sync-Probleme gibt. Falls man das gerade aktive Interface als Clock-Master verwenden möchte, so klickt man lediglich auf den Software-Button „Become Clock Master“ und das System konfiguriert sich automatisch um. Damit man nicht aus Versehen die Clock-Quelle verändert, meldet sich das Menü mit entsprechenden Hinweisen, die man per Klick bestätigen muss.
Das „Quick Setup“ liefert bereits einige Grundeinstellung für die geplante Anwendung, so dass man nicht alle Parameter und Settings manuell einstellen muss. Zur Auswahl stehen acht verschiedene Optionen:

Audio-Interface - für den Betrieb als Standard Audio-Interface, wobei die Ein- und Ausgänge vom Computer aus angewählt werden können. Die Mixer- und Netzwerk-Funktionen sind deaktiviert.
 
Stand-alone Mixer – die Eingänge des Interfaces werden über den internen DSP gemischt und zu den Main- und Monitor-Ausgängen geroutet.

Interface + Mixer – kombiniert die Audio-Interface Funktion mit dem internen Mixer. Der DSP-Mixer mischt die Hardware I/Os mit den Ausgangskanälen des Computers. Der Computer empfängt   alle analogen Eingänge sowie den Ausgang des internen Mixers.

Live Recording with Monitor Mixing – jeder physikalische Eingang wird zum Computer gesendet und steht gleichzeitig dem internen Mixer für latenzfreies Monitoring zur Verfügung. Das ideale Setup, um eine Band im Studio live aufzunehmen.  

Stage IO – bei diesem Setup fungiert das AVB-Interface, wie eine digitale Stagebox. Alle Hardware-Eingänge werden ins AVB Netzwerk übertragen, alle Hardware-Ausgänge liefern die Audio-Kanäle aus dem AVB-Netzwerk.  

Studio Input Expander – dieses Setup dient zur Erweiterung der Eingangskanäle eines „Haupt“-Interfaces. Die zusätzlichen physikalischen Eingänge werden ins AVB-Netzwerk geroutet und lassen sich mit den AVB-Streams des „Haupt“-Interfaces verbinden.

Studio Output Expander – funktioniert wie das vorherige Setup, allerdings bezogen auf eine Erweiterung der Ausgänge.

Optical Converter -  dient ebenfalls als I/O-Erweiterung und sendet die Signale der Hardware-Eingänge zu den ADAT-Ausgängen