25 Jahre ECHO: Jubiläumsshow mit Sennheiser

Echo 05 c BVMI SINISSEYAm 7. April 2016 wurde in der Berliner Messe zum 25. Mal der Deutsche Musikpreis ECHO verliehen. Barbara Schöneberger moderierte die von Kimmig Entertainment produzierte Award-Show, die zur besten Sendezeit live im Ersten übertragen wurde. Mit vier Auszeichnungen war Helene Fischer erneut die alles überstrahlende Award-Abräumerin des Abends. Der weltweit erfolgreiche DJ und Chart-Stürmer Robin Schulz wurde mit gleich zwei Trophäen bedacht. Für einen exzellenten Sound in Messehalle 20 sowie in Millionen von Fernsehhaushalten sorgten drahtlose und drahtgebundene Mikrofone aus dem Portfolio von Sennheiser.

Die auftretenden Künstler vertrauten für ihr persönliches Monitoring auf In-Ear-Lösungen des Audiospezialisten. Sennheiser ist 2016 bereits zum 13. Mal beim ECHO an Bord.

Alle Musiker sowie die Laudatoren und Moderatorin Barbara Schöneberger wurden über In-Ear-Monitoring-Systeme von Sennheiser versorgt. Insgesamt acht Doppelsender Sennheiser SR 2050 IEM waren gemeinsam mit aktiven Sennheiser Antennen-Combinern (AC 3200) in 19“-Racks montiert. An die Combiner angeschlossen waren zwei zirkular polarisierte Wendelantennen A 5000-CP, welche die großzügig dimensionierte Bühne inklusive der sich mittels eines Laufstegs in den Publikumsbereich erstreckenden B-Stage sicher abdeckten. Im Vorfeld geäußerte Bedenken, dass eine hochauflösende LED-Wand hinter der Moderationsfläche die drahtlose Übertragung nennenswert beeinträchtigen könnte, erwiesen sich vor Ort dank einer geschickten Antennenpositionierung als unbegründet. Die mit LED-Bars hinterleuchteten Rolltore warfen ebenfalls keine Probleme auf.
Die IEM-Systeme für Solokünstler wurden im A-Band (516 - 558 MHz) betrieben, während die Begleitmusiker ebenso wie die Kommunikationswege im E-Band (823 - 865 MHz) untergebracht waren. Siebzig mit Sendern der 2000er-Serie betreibbare EK 300 IEM G3 Beltpacks standen bereit, um auch größere Formationen ohne Zeitverlust ausstatten zu können. Für die Solokünstler standen 42 Taschenempfänger EK 2000 IEM bereit.

Gemischtes Doppel: Sennheiser Serien 3000 & 5000
Die Drahtlosempfänger für Mikrofone und Taschensender wurden in zwei Gruppen betrieben: Im CW-Band (718 - 790 MHz) arbeiteten fünf EM 2050, welche bei dem Auftritt von Klaus Meine zum Einsatz kamen. Die übrigen Empfänger entstammten der Sennheiser 5000er-Serie. Insgesamt sechs im N-Band (614 - 798 MHz) betriebene EM 3732-II waren seitlich der Bühne zu entdecken. Jeweils drei Doppelempfänger waren per Daisy-Chaining kaskadiert und als Gruppe mit einem Antennensplitter ASA 3000 verbunden. An den ASA 3000 waren sämtliche vor Ort verfügbaren Drahtlosempfänger angeschlossen.
Als aktive Breitbandrichtantennen kamen Sennheiser AD 3700 zum Zuge, die sich auf zwei Antennenbäume (Stichwort: Diversity) verteilten – die Signale der weiter von den 19“-Racks entfernten Antennen wurden mit Gedanken an eine zu überbrückende Kabelstrecke von 35 Meter per Booster verstärkt. Der im Funkschatten der Antennenbäume sitzende Monitormischer erhielt sein Cue-Signal drahtlos über eine passive Rundstrahlantenne (A 1031-U). Das Studio Berlin Adlershof (SBA) hatte für seine Zwecke ebenfalls eine Antenne dieses Typs im Einsatz und ergänzend eine eigene Sennheiser Richtantenne an einem der Antennenbäume angebracht.
Passend zu den Empfängern wurden Handsender aus den Sennheiser 3000/5000er Serien genutzt. Handsender des Typs SKM 5200-II wurden vorrangig mit MD 5235 Mikrofonköpfen („Rockheiser“) eingesetzt. Tim Bendzko wählte den Neumann Mikrofonkopf KK 105-S mit supernierenförmiger Richtcharakteristik. Scorpions-Frontmann Klaus Meine nutzte an seinem SKM 2000 Handsender eine MMD 945 Kapsel, während Sido ein MMK 965 Mikrofonmodul bevorzugte. Für Übersicht sorgte der Sennheiser Wireless System Manager. Die wegweisende WSM-Software lief in Version 4.2.6 auf einem Laptop und ermöglichte eine umfassende Parameterkontrolle.
Drahtgebundene Sennheiser Mikrofone waren beim ECHO 2016 in großer Zahl verfügbar und wurden unter anderem zur Mikrofonierung der Drumkits herangezogen: Optisch unauffällige e 604 waren mithilfe ihrer praktischen Clip-On-Halterungen an den Spannreifen der Tomtoms montiert. Eine gute Figur an der Bassdrum machte ein e 602-II und als Overhead-Mikrofone wurden in vielen Fällen Kondensator-Großmembranmodelle des Typs MK 4 gewählt.

„Der Funk kann atmen!“
Position wie Aufbau des Podiums in Messehalle 20 unterschieden sich von den vorangegangenen Jahren. Der neue Ansatz ermöglichte bei Wegfall nur weniger Zuschauerplätze ein besonders spektakuläres Set-Design und stellte hinter den Kulissen deutlich mehr Platz als üblich zur Verfügung. Letzteres machte sich auch unter technischen Aspekten positiv bemerkbar: „Ich habe zwar mehr Frequenzen als im vergangenen Jahr belegt, aber in puncto Funk ist die Gesamtsituation 2016 trotzdem deutlich besser!“, stellte Svenja Dunkel zufrieden fest. Die erfahrene Drahtlosspezialistin ist seit vielen Jahren mit der Frequenzkoordination beim ECHO betraut und wurde bei ihrer Arbeit zum wiederholten Mal von ihrem Kollegen Tom Haubrich unterstützt. „Beim vormaligen Bühnenaufbau hat aufgrund der hohen Kanalzahl die Luft förmlich gebrannt“, kommentierte Dunkel. „In der aktuellen Situation kann der Funk hingegen atmen!“
Jenseits des eigentlichen Bühnenbetriebs oblag Svenja Dunkel in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur die Koordination des Kommunikationssprechfunks. Die zentrale Abstimmung ist bei einer Produktion in der Größenordnung des ECHO absolut sinnvoll: Viele Sprechfunksysteme arbeiten mit bundesweit zugeteilten Frequenzen wie 456, 466, 477, 480, 485 oder 495 MHz – die unterste Frequenz der vom SBA betriebenen Funkmikrofone liegt beim ECHO bei 470 Megahertz, so dass aus naheliegenden Gründen Vorsicht geboten ist. „Inzwischen wissen alle Beteiligten, dass eine Klärung des Kanalbedarfs im Vorfeld sinnvoll ist, um sich während der Veranstaltung bezüglich des Funkverkehrs nicht in die Quere zu kommen“, erklärte Svenja Dunkel. Bei der Frequenzplanung zu berücksichtigen waren darüber hinaus insgesamt 24 Moderationskanäle von Studio Berlin Adlershof, der Frequenzbedarf der Aftershow-Party, die Walkie-Talkies der Catering-Firma und Weiteres mehr.
Die für den Sendebetrieb des neuen terrestrischen Digitalfernsehens DVB-T2 HD beanspruchten Frequenzareale musste Svenja Dunkel in ihre Planungen für den ECHO 2016 bereits mit einbeziehen: „In Berlin ist mit DVB-T2 HD ein Fernsehkanal hinzugekommen, so dass der Frequenzbereich, der für unsere Zwecke nutzbar ist, sich noch einmal um acht Megahertz verringert hat“, berichtete die Drahtlosexpertin. „Die Tendenz ist klar: Für Showproduktionen benötigen wir immer mehr Kanäle, während das verfügbare Spektrum schrumpft – man darf gespannt sein, wie der sich abzeichnende Konflikt in Zukunft zu lösen sein wird.“

Immer inspirierend: Drahtlostechnik von Sennheiser
„Die Zusammenarbeit mit Sennheiser hat auch beim ECHO 2016 wieder einmal super funktioniert.“, freute sich Svenja Dunkel nach der erfolgreich verlaufenen Veranstaltung. Erster ECHO-Ansprechpartner auf Seite von Sennheiser ist Thomas Holz, Project Manager Touring & Rental | Artists & Engineers. „Ursprünglich hatten wir darüber nachgedacht, beim ECHO 2016 das bahnbrechende Sennheiser Digital 9000 Drahtlossystem der neuesten Generation einzusetzen“, berichtete Holz in Berlin. „Bei Durchsicht der vorab übermittelten technischen Anforderungen wurde jedoch rasch klar, dass die Künstler gerne die ihnen bereits von Tourneen sowie aus anderen Zusammenhängen bekannten analogen Drahtlossysteme einsetzen möchten – bemerkenswert oft wurden Produkte aus der Sennheiser 5000er-Serie angefragt. Diesem Wunsch haben wir selbstverständlich gerne entsprochen. Analoge Drahtlostechnik besitzt nach wie vor ihre Berechtigung – eine renommierte TV-Großveranstaltung wie der ECHO 2016 stellt Letzteres eindrucksvoll unter Beweis. Analoge Drahtloslösungen von Sennheiser verfügen über eine einzigartige Schaltbandbreite von bis zu 184 MHz und sind dank ihrer technischen Exzellenz bestens für alle Herausforderungen gewappnet!“

http://de-de.sennheiser.com/

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