Test: Fractal Audio Axe-Fx II Mk 2

Fazit

Das Axe-Fx II von Fractal Audio könnte für viele Musiker die Erfüllung eines Traumes darstellen. Die Möglichkeiten und Einsatzgebiete sind nahezu grenzenlos. Man könnte ganze Bücher über die Funktionen des Axe-Fx II schreiben. Die Sounds stellen fast alles in den Schatten, was es auf dem Gebiet der digitalen Amp-Modelling-Prozessoren zu kaufen gibt. Auch die Effekte sind durch die Bank auf sehr hohem Niveau. Man kann zeitweise vergessen, dass es sich nicht um einen echten Röhrenverstärker handelt. Sowohl im Studio, als auch im Livebetrieb der Bühne erfüllt das Axe-Fx II wirklich seinen Zweck. Es sind nur die letzten Nuancen in Transparenz und Dynamik, die die Sounds der Axe-Fx II von einem hochwertigen Röhrenverstärker trennen. Unter diesen Gesichtspunkten ist auch das Preisleistungsverhältnis überzeugend. Außerdem eignet sich das Gerät gut für experimentierfreudige Sound-Tüftler, da man schnell extrem spezielle Sounds erzeugen kann, die mit einem „realen“ Rig nicht ohne weiteres möglich wären.
Für alle, die für Modelling offen sind, eine Möglichkeit suchen, hochwertige Gitarrensounds lautlos aufnehmen zu können, oder die einfach nur weniger Equipment mit sich herumtragen wollen, kann das Fractal Audio Axe-Fx II auf jeden Fall die Lösung sein.

Autor: Leon Cohnen

Fractal Audio ist permanent um die Optimierung ihrer Produkte bemüht. So kam seit unserem Test des Axe-Fx II Mk II schon eine neue Version auf den Markt: Das Axe-Fx II XL.
Axe-FxllXL

Hierbei handelt es sich um eine leicht optimierte Version des Axe-Fx II, die aber vor allem zusätzliche Anschlussmöglichkeiten bietet.
Optimiert wurde zum Beispiel die Instrumenten Buchse, was für ein noch niedrigeres Grundrauschen sorgt. Auch die Preset-Größe wurde verdoppelt, so dass noch mehr Schaltmöglichkeiten und Instanzen pro Preset möglich werden.
Hardwareseitig besteht die Hauptverbesserung aber in den neuen Anschlussmöglichkeiten. Im Gegensatz zu kombinierten Midi-Out/Thru Buchse beim Mark II gibt es beim Axe-Fx II XL jetzt separate Buchsen für Midi-In, -Out und -Thru. Auch externe Pedale (Klinken-Anschluss) können jetzt zwei gleichzeitig genutzt werden (vorher nur eins). In Sachen Steuerung bieten diese neuen Anschlüsse neue Möglichkeiten.
Besonders schön ist die neue Faslink-Buche, die es ermöglicht, den (ebenfalls neuen) MFC-101 Mark III Fußschalter, mit dem sich das Axe-Fx II komplett steuern lässt, jetzt mit einem einzigen, handelsüblichen XLR-Kabel anzuschließen. Es wird weder ein Midi-Kabel, noch ein Ethercon-Kabel (wie beim Axe-Fx II mit MFC-101 Mark II) benötigt, trotzdem können so gut wie alle Parameter vom Fußpedal aus gestreuert werden.
Natürlich ist die neue Version des Axe-Fx II mit allen alten Presets kompatibel.
Sehr sinnvoll ist sicherlich auch die Möglichkeit, mit einem internen Backup, die alte Firmware wieder herzustellen, sollte es Probleme mit einem Update geben. Somit ist man immer auf der sicheren Seite.

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