Erläuterungen zum Praxis-Test

Für den ersten „Soundcheck“  habe ich bereits im SPL-Demoraum einen Vergleich zwischen einem internen Logic Pro-Mix und einem via Neos erstellten Mix durchgeführt. Das jeweilige Mix-Signal wurde dann über das gleiche Audio-Interface aufgenommen.

Für den Test habe ich von einer meiner Studio-Produktionen mit echten Drums, E-Bass und echtem Flügel einen Mix angelegt, der mit extremen Panoramaeinstellungen wie extrem rechts, extrem links oder Mitte funktioniert.  Durch diese eindeutigen Panorama-Einstellungen lässt sich der interne Workstation-Mix mit dem Neos Mix vergleichen. Innerhalb der Logic Pro-Session sind einige Spuren wie Overheads, Toms, Flügel, Drum-Raum etc. zu Stereo-Gruppen zusammengefasst, diese wiederum werden mit den Einzel-Kanälen (Bass, Snare, Bassdrum usw.) schließlich zur internen Stereo-Summe zusammengeführt. Alternativ wurden die Logic-Gruppen wie auch einzelne Instrumente auf 12 einzelne Outputs geroutet und zu den Neos-Eingängen geführt. Die Pegelverhältnisse wurden beibehalten, alle Neos-Fader auf „Null“ gestellt, das heißt die Mixverhältnisse wie auch die Panoramaeinstellungen waren bei beiden Setups (intern oder via Neos) identisch.
Mir ist klar, dieser Test entspricht zwar nicht der normalen Praxis. Wenn man den Mix intern oder via Neos abhört, wird man in der Regel auch auf den Mix reagieren und die Mischung entsprechend verändern, sodass man sicherlich noch vieles optimieren kann.
Trotzdem war das Ergebnis des Tests mehr als verblüffend.
Obwohl als Ausgangs-Audio-Interface ein einfaches 12-kanaliges Interface der Firma Echo zum Einsatz kam (d.h. man wandelt hier 12 Kanäle noch nicht mal mit der bestmöglichen Qualität), war der Neos Mix nicht zu schlagen. Im Vergleich zum internen Logic-Mix liefert der Neos-Mix ein unglaubliche Transparenz und Dynamik. Das Klangbild des Neos-Mix ist extrem offen, präsent und lebendig, die räumliche Abbildung ist sensationell.
Ich habe bereits Erfahrungen mit solchen Tests gemacht und stets gefiel mir die analog summierte Mischung besser, doch so extrem wie beim Neos habe ich dieses Phänomen nicht wahrgenommen. Selbst SPL-Neos-Entwickler Wolfgang Neumann war überrascht. So dachte ich zunächst an einen Fehler im Test-Aufbau, doch mehrmaliges Überprüfen des Aufbaus zeigte, dass alles richtig angeschlossen und ausgepegelt war.

 

Hier die Files zum Download:

(Format AIFF; Samplingrate 44.1 kHz, 24 Bit)

Interner Logic-Bounce: neos_Logic_bounce.aif

Neos-Logic-Mix: neos_Logic_neosmix.aif


Ich habe den Test später mit der gleichen Session nochmals im Pro Tools HD durchgeführt, wo sich das Ergebnis des ersten Tests eindeutig bestätigte. Bei der ProTools Session habe ich jedoch noch Gitarren, Keyboard-Flächen und Streicher dazu genommen, ebenso habe ich einen anderen Ausschnitt des Songs gewählt.
Der Neos-Mix wurde wieder auf zwei ProTools Spuren aufgenommen und mit dem internen ProTools-Mix verglichen.

Auch diese Files (Format AIFF; Samplingrate 44.1 kHz, 24 Bit) könnt ihr hier herunter laden:

Interner ProTools-Bounce: neos_test_BNC_PT_24.aif

Neos-ProTools-Mix: neos_test_Rec_Neos_24.aif

 

Es sei erwähnt, dass die Bend-Funktion -damit ist der Neos-interne Summenkompressor gemeint- stets deaktiviert war.

Hier noch ein Hinweis für den Soundvergleich:

Beim Hörvergleich bitte über eine gute Abhöre (ggf. auch über Kopfhörer) und ein gutes Audio-Interface abhören. Über einfache Rechner-Soundkarten und Schreibtisch-Lautsprecher wird man den Unterschied zwischen internem Bounce und Neos-Mix weniger deutlich wahrnehmen.