60 Jahre Roland Meinl

Veröffentlicht in Interviews - Interviews

Die Firma Meinl feiert ihren 60. Geburtstag.

meinl Im Jahr 1951 als Ein-Mann-Unternehmen von Roland Meinl gegründet, entwickelte sich der Betrieb im Laufe der letzten 6 Jahrzehnte zu einem weltweit erfolgreichen Hersteller und Vertrieb von Musikinstrumenten.

Am 1. Februar 1972 tritt Roland Meinls ältester Sohn Reinhold, 1977 auch Reinhold Meinls Frau Ingrid der Firma bei, und heute ist mit Alexander Meinl und Janin Meinl nun schon die dritte Generation im Unternehmen vertreten. Mittlerweile beschäftigt die Firma über 150 Mitarbeiter, viele davon gehören schon seit Jahrzehnten dem Unternehmen an.
Was in Neustadt / Aisch mit der Herstellung von Blasinstrumenten und Becken begann, hat sich im Laufe der Zeit auf die Produktion hochwertiger Percussion-Instrumente ausgeweitet. Meinl produziert
monatlich etwa 24.000 Becken und exportiert diese weltweit in 70 Länder.
Bereits in den 60er Jahren beginnt Roland Meinl, die ersten Kontakte nach Japan zu knüpfen, um seine Becken auch dorthin zu exportieren.
1963 entwickelt sich daraus eine Geschäftsbeziehung zur Firma Hoshino, deren Schlagzeuge zu dieser Zeit unter dem Namen »Star« angeboten wurden. Die Firma Meinl übernimmt den Vertrieb des Labels »Star«, aus dem sich später die heutige Marke »Tama« entwickelt.
Anfang der 70er importiert Meinl von Hoshino die ersten Ibanez E-Gitarren, fast ausschließlich Kopien der Fender- oder Gibson-Klassiker. Als preiswerte Alternative zu den teuren Originalen erobert Ibanez in kurzer Zeit den Weltmarkt und entwickelt mehr und mehr völlig eigenständige Modellreihen. Ibanez wird zu einer der erfolgreichsten Gitarrenmarken.
1975 übernimmt Meinl den Vertrieb der D’Addario-Produkte für Deutschland, es folgen viele andere erfolgreiche Marken wie Ortega, PRS, Mesa, Laney und Rocktron, um nur einige wenige zu nennen.
Den Hauptanteil des Geschäfts von Meinl stellt heute der Großhandel von Instrumenten dar. Mit diesem Geschäftsbereich erwirtschaftet Meinl ca. 65 Prozent des Gesamtumsatzes.
1994 übernimmt Reinhold Meinl die Geschäftsführung, trotz schwerer Krankheit unterstützt Roland Meinl seinen Sohn in allen wichtigen Fragen.
Im Zuge der Entwicklung entschließt sich Reinhold Meinl, das Vertriebsprogramm umzustrukturieren und sich auf weniger Marken zu konzentrieren, mit dem Ziel, alle Energie in die verbleibenden Marken zu investieren, anstatt zu sehr in die Breite zu gehen. Das Konzept geht auf.
2003 beginnt der Bau der neuen Cymbal- Fabrik in Gutenstetten, die noch im gleichen Jahr – zunächst mit 20 Mitarbeitern – eröffnet wird. Heute arbeiten hier 44 Mitarbeiter in drei Schichten rund um die Uhr.
Nach der gelungenen Eröffnungsveranstaltung der neuen Cymbal-Fabrik mit vielen Workshops und Konzerten entwickelt Ingrid Meinl die Idee für die Meinl-Festivals. Ab 2004 werden diese Events regelmäßig durchgeführt.
Zwei Jahre später platzt die Firma Meinl mit ihren Lagerkapazitäten förmlich aus allen Nähten, doch eine bauliche Erweiterung des alten Lagers in Neustadt/Aisch ist nicht möglich. Auf
der Suche nach einem neuen Standort fällt die Entscheidung schließlich zugunsten von Gutenstetten aus, der Bau des neuen Logistikzentrums nimmt seinen Lauf. Mehr Platz für Lagerhaltung
und Versand ist ebenso ein Ziel wie auch optimale Arbeitsbedingungen und zeitgemäße Umweltaspekte.
Am 18. Dezember 2007 geht das moderne Logistikzentrum in Betrieb, kurz vor Inbetriebnahme verstirbt Roland Meinl.
Um Risiken und Lieferengpässen bei der Lager umstellung vorzubeugen, wurden altes und neues Lager etwa zwei Monate parallel betrieben. Bei Meinl wird seit jeher das Thema Qualitätsprüfung groß geschrieben. So werden die eingelagerten Gitarren grundsätzlich einzeln überprüft und eingestellt. Mit dem Qualitätssiegel versehen, gelangen die Instrumente, bereit für die Auslieferung, zurück ins Lager. Pro Tag werden etwa 300 Instrumente getestet und ausgeliefert.
Seit Mitte 2010 ist selbst das neue Logistikzentrum wieder ausgelastet und soll erweitert werden.
Neustadt dient nun als zusätzlicher Puffer für die Zwischenlagerung. Bis zum Herbst 2011 erfolgt die Erweiterung des Lagers sowie der Bau einer 200 qm Mehrzweckhalle inkl. Fotostudio,
großem Demoraum und 600 qm Ausstellungsfläche, doch wenn Meinls Erfolgsgeschichte wie gewohnt weitergeführt wird, so könnte es auch hier schon bald wieder eng werden.

»Die Leidenschaft für die Musik treibt die alte wie die junge Generation unseres Familienbetriebs immer weiter voran. Die Herausforderung, der wir uns täglich stellen, ist, beste Qualität für alle Musikbegeisterten weltweit zu liefern, die ein hervorragendes Instrument zu schätzen wissen. Ich möchte den vielen Musikern – vom Einsteiger bis zum Profi – danken, die unsere Instrumente täglich spielen.
Das Streben nach Innovation ist für uns ein tägliches Thema. Qualität, wie wir sie durch unsere qualifizierten Mitarbeiter sicherstellen, zeichnet unseren Vertrieb aus.
Der Erfolg bestätigt uns: Jährlich wächst Meinl. Wir danken all denjenigen, die bisher am Erfolg von Meinl beteiligt waren und sind. Geschäftspartnern, Musikern, Mitarbeitern und unseren treuen Lieferanten danken wir für Ihr Vertrauen und wünschen weiterhin eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft.«
Reinhold Meinl

Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy