Von Ein-, Ausgängen und Kanälen

Veröffentlicht in Glossar - Audio-Interfaces

Bei den Ein- und Ausgängen des Audio-Interfaces spricht man von echten, physisch existenten Anschlüssen, diese können sowohl analog als auch digital ausgelegt sein. Esvgibt auch Audio-Interfaces, die nur mit optischen ADAT-Digital-Anschlüssen ausgerüstet sind. Man benötigt dazu jedoch zusätzliche Wandler als Brücke zwischen der digitalen (ADAT) Welt und der analogen Ebene.
Die Zahl der Kanäle eines Audio-Interfaces entspricht nicht unbedingt der Anzahl der Ein- und Ausgänge. Vielmehr handelt es sich bei der Zahl der Kanäle um die Angabe, wie viele Einzelsignale parallel und unabhängig von einander verarbeitet werden können. D.h. ein Interface mit 8 Eingangs und 8 Ausgangskanälen kann maximal 8-Eingangs- und 8 Ausgangskanäle gleichzeitig  verarbeiten, obwohl das Gerät vielleicht sogar 10 oder 12 Eingänge sowie Ausgänge bietet.
Hier sind die Angaben der Hersteller manchmal etwas irreführend. Vergleichbar sind die Interface-Kanäle u.U. mit den Kanälen eines Mischpultes, bei dem ja auch jeweils verschiedene Ein- und Ausgänge pro Kanal zu finden sind.

Wie viele Kanäle und welche Arten von Eingängen sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Einsatzbereich des Audio-Interfaces ab. Nimmt man im Home- oder Projektstudio nur nach und nach ein bis zwei Spuren gleichzeitig auf, so kommt man durchaus mit einem zweikanaligen Interface aus. Möchte man dagegen auch mal echte Drums aufnehmen, so wird es schon mit 8 Kanälen recht knapp. Stehen Aufnahmen mir der gesamten Band „in einem Rutsch“ an, so wird man 16 und mehr Kanäle benötigen, vorausgesetzt man möchte jedes Instrument auf einem einzelnen Track einfangen.