Auflösung

Veröffentlicht in Glossar - Audio-Interfaces

Mit der Auflösung beschreibt man u.a., mit welcher Genauigkeit das Sample bestimmt wird, ähnlich wie bei einem Digital-Foto. Hat man nur wenige Bildpunkte, wirkt das Bild verpixelt, erhöht man die Zahl der Bildpunkte, so wird das Bild immer feiner und dem Original immer ähnlicher. Man kann sich auch vorstellen, wie man eine runde Sinuskurve in einzelnen Stufen beschreibt, je feiner die Stufen sind, umso genauer wird auch die Darstellung. Beim 8 Bit Format hat man 256 Stufen (28), bei 16 Bit Auflösung 65.536 Stufen(216) und bei 24 Bit schließlich 16.777.216 Stufen. Man sieht, dass man mit 24 Bit  die „Realität“ viel exakter beschreiben kann. Wie äußert sich den nun die Ungenauigheit bei der Audio-Wandlung. Ähnlich wie bei einem pixeligen Bild nimmt der Rauschanteil mit sinkender Auflösung zu. Dies konnte man bei den alten 8-Bit Samplers sehr deutlich hören. Man kann davon ausgehen, dass man pro Bit Auflösung ca. 6 dB Rauschspannungsabstand gewinnt, d.h. wir sprechen bei einem System mit 16 Bit Auflösung von 96 dB und bei 24 Bit von 144 dB Dynamik (theoretisch).  Daher braucht man bei 24 Bit Aufnahmen nicht so genau aussteuern, da man stets eine enorme Dynamik zur Verfügung hat. Bei 16 Bit muss man da schon ein wenig sorgfältiger aussteuern. 
Wenn irgendwie möglich würde ich stets mit 24 Bit arbeiten.
Auch die Samplingrate hat Auswirkungen auf die Klangqualität. Je höher meine Samplingrate angelegt wird, desto höhere Frequenzen kann ich auch samplen.
Um das Signal später richtig wiedergeben zu können muss die Samplingrate größer sein als das Doppelte der maximal möglichen Eingangsfrequenz (Nyquist-Frequenz). D.h. wünsche ich mir einen Frequenzgang von 20 kHz, so sollte die Samplingfrequenz über 40 kHz liegen, was mit dem CD Standard von 44.1 kHz auch realisiert wird. Ist die Samplingfrequenz zu niedrig, so entstehen bei der Wiedergabe unangenehm metallisch klingende Alias-Effekte.
Um zu verhindern, dass bei der Wiedergabe hochfrequente Artefakte zu hören sind, setzt man in der Regel ein Tiefpass-Filter ((Anti-Aliasing-Filter) ein.
Wenn auch die im Audio-Interface verwendeten Wandler-Bauteile und die Parameter wie Auflösung und Samplerate einen großen Einfluss auf die Soundqualität des Gerätes haben sind aber auch die analogen Komponenten wie Eingangs- und Ausgangstufen am Gesamtsound beteiligt.