Latenzfreies Monitoring

Veröffentlicht in Glossar - Audio-Interfaces

Um dem Latenzproblem beim einspielen  in den Rechner Herr zu werden, bieten einige Audio-Interfaces spezielle Monitor-Features an. Wenn auch fast alle Hersteller von „latenzfreiem Monitoring“ sprechen, kann man viele der Lösungen höchstens als „latenzarm“ bezeichnen. Wirklich latenzfrei kann das Monitoring nur sein, wenn das Eingangssignal noch auf der analogen Ebene vor dem A/D-Wandler abgezweigt wird und –wiederum analog- zum Rest des Playbacks aus dem Rechner ohne die geringste Verzögerung dazu gemischt wird.
Einige Interfaces verfügen tatsächlich über ein solches Feature, was ja auch mit wenigen preiswerten Bauteilen einfach zu realisieren ist. Andere Hersteller realisieren das „latenzfreie“, bzw. „latenzarme Monitoring“ mit Hilfe von DSP-Mix-Funktionen, ganz gleich ob man den Mixer über „echte“ Regler oder über eine Software einstellt.
Es ist erstaunlich, wie gut hier manche Entwickler ihre Hausaufgaben machen und die Latenz unter 5 Millisekunden bekommen.  APOGEE liegt mit seinen aktuellen SYMPHONY-Systemen bei einer Latenz von nur 1,8 Millisekunden, vorausgesetzt man arbeitet mit einer Samplingrate von 96 kHz.
Man sollte stets bedenken, dass die Latenz von der Samplingrate abhängt, d.h. eine höhere Samplerate verringert gleichermaßen die Latenz.