analoge Audio-Anschlüsse

Veröffentlicht in Glossar - Audio-Interfaces

Bei den analogen Eingängen unterscheidet man im Wesentlichen zwischen Mikrofon-Eingängen, Line- und Instrumenten-Eingängen.
In der Regel sind die Mikrofoneingänge als symmetrische XLR-Buchsen ausgelegt, manche Interfaces wie z.B. das neue MOTU MICROBOOK sind aus Platzgründen jedoch mit einer Stereo-Klinken-Buchse ausgestattet, die den gleichen Zweck erfüllt.
Möchte man bei den Aufnahmen Kondensatormikrofone verwenden, so ist darauf zu achten, dass das Audio-Interface auch Phantom-Power liefern kann. Ansonsten wird’s wieder kompliziert und man benötig einen zusätzlichen Mikrofonvorverstärker.
Die Line-Eingänge zum Anschluss von Signalquellen wie Synthesizer, Digitalpianos, Modelling-Gitarrenprozessoren.  oder z.B. Effektgeräten, sind normalerweise als symmetrische oder asymmetrische Klinkenbuchsen (6,3 mm) ausgelegt, aus Platz- bzw. Kosten-Spargründen gibt es aber auch hier z.T. Varianten mit Miniklinken- oder Cinch-Buchsen.
Gerade beim Homrecording bietet es sich an,  E-Gitarren, E-Bässe oder Akustik-Gitarren (über Tonabnehmer) direkt an das Audio-Interface anzuschließen – alleine schon dem Nachbarschaftsfrieden zuliebe. Dazu muss das Audio-Interface jedoch mit speziellen Instrumenten-Eingängen ausgestattet sein. Auch wenn es sich dabei meist um normale asymmetrische Klinkenbuchsen handelt, sind diese nicht mit den Line-Eingängen zu verwechseln. Die Instrumenten-Eingänge besitzen eine höhere Empfindlichkeit, darüberhinaus sind diese speziellen Eingänge impedanzmäßig für Pick-Up Signale ausgelegt.
Schliesst man die E-Gitarre an den Line-Eingang an, so ist das Signal nicht nur leise, sondern durch die falsche Impedanz auch in Bezug auf den Sound recht unbefriedigend.

Je nach Interface-Gehäusegröße kann es u.U. sehr seng werden, eine große Zahl von Anschluss-Buchsen unterzubringen. Ganz komfortabel erweisen sich dabei die neueren Kombibuchen, eine Art XLR-Anschluss mit integrierter Klinkenbuchse.
Manche Interfaces sind gleich mit einem Anschluss für Magnetplattenspieler-Systeme ausgestattet. So kann man ohne zusätzliche Hardware einen Turntable anschließen und seine Lieblings-Vinyls digitalisieren.

Auch die Zahl der benötigten analogen Interface-Ausgänge hängt vom Einsatz ab. Im einfachsten Fall kommt man mit zwei Ausgangskanälen inkl. zwei Line-Ausgängen für die Stereo-Summe (R&L)  aus.
Möchte man allerdings externe Effektgeräte, Kompressoren oder EQ´s z.B. beim Mix einschleifen, so  benötigt man weitere Ausgänge, und sogar weitere Kanäle.
Die analogen Ausgänge können sowohl als XLRs, als Klinken-, Mini-Klinken- oder  als Cinch-Buchsen ausgelegt sein.
Manche Audio-Interfaces bieten den Luxus mehrerer paralleler Stereo-Ausgänge für Kopfhörer, Studio-Monitore und ggf. noch einen „Main-Out“ , die zwar das gleiche Summensignal liefern, jedoch -ob softwaremäßig oder über einen „echten Knopf“ - individuell in der Lautstärke regelbar sind.