Wordclock

Veröffentlicht in Glossar - Audio-Interfaces

Nach der o.g. Beschreibung des A/D- und D/A-Wandlungsprinzips, dürfte klar sein, dass der „Takt“ mit dem das Audiosignal in kleine Samples zerlegt wird recht genau vorgegeben werden muss. Der Takt wird durch die interne Clock des Wandlers generiert. Hat man bereits bei der A/D-Wandlung eine in sich wackelnde Clock, so lässt sich das Ergebnis später nicht mehr exakt als „analoger Sound“ reproduzieren und das Signal klingt verwaschen. Diesen Effekt nennt man auch Jitter-Effekt. Leider sind die meisten Wandler und auch Audio-Interfaces mit recht schlechten interen Clocks ausgestattet, so dass sich anbietet, die Wandler mit einer externen Wordclock anzusteuern.  Diese sind heute gar nicht so teuer (siehe auch Test Mutec MC-3  Smart Clock in dieser Ausgabe), und verbessern den Klang selbst einem preiswerten Wandler oder Audio-Interface noch um Einiges. Lediglich bei ganz teuren Wandlern die z.B. dem Lavry Gold mit einem Preis von 6500 EUR (für 2 Kanäle A/D) wird der Sound beim externen Synchronisi eren etwas schlechter. Auch im Verbund mit anderen Digitalgeräten erweist sich eine externe Clock als sinnvoll, damit alle Maschinen im gleichen  Takt arbeiten.
Wenn möglich sollte man schon beim Kauf des Audio-Interfaces darauf achten, ob sich das Gerät über eine externe Clock synchronisieren lässt. Hat das Interface keinen speziellen Wordclock-Eingang, so kann die Synchronisierung in den meisten Fällen noch über eine der Digital-Inputs erfolgen.
Man sollte sich überlegen, ob man beim Kauf eines Audio-Interfaces nicht lieber auf ein paar Ein- und Ausgänge oder sonstige Features zugunsten einer externen Clock verzichtet. Die klangliche Verbesserung lohnt sich in den meisten Fällen.