Effekte

Das X32 hat bereits jede Menge interner Effekte an Bord, d.h. selbst ohne externes Outboard-Equipment ist man mit dem Mixer stets gut gerüstet. Die internen X32-Effekte sind in einem so genannten „Virtual FX Rack“ zusammengefasst. Dieses bietet Platz für bis zu acht frei wählbare Effekt-Prozessoren, vom klassischen Hall über Delay- und Chorus-Effekte bis hin zum Stereo-Grafik-EQ und vielen weiteren Effekten. Während die ersten vier Effekte des Virtual FX Racks wie normale Effekte auf einen Mix-Bus oder Kanal gelegt werden können, arbeiten die Effektslots 5-8 im Virtual FX Rack ausschließlich als Inserts.
Einen Überblick über das Virtual FX Rack bekommt man in der „Home“-Layer des EFFECTS-Menüs. Hier kann jeder Effekt-Prozessor auf einen beliebigen Mix-Bus gelegt oder als Insert verwendet werden.

FXHome_cr

Zum Aufrufen eines Effekt-Prozessors wählt man das gewünschte Modul einfach mittels der Cursor-Funktion des rechten Soft-Buttons an und drückt kurz auf den Soft-Button. Alternativ lässt sich auch über die Page-Tasten von einer Effekt-Layer zur nächsten durchsteppen. Die Soft-Buttons unter dem Display dienen zur Editierung der Effektparameter, bei aufwendigen Parameter-Setups sind sogar zwei Layer mit Effekt-Parametern verfügbar. Die grafischen Darstellungen der Effekt-Prozessoren ähneln unübersehbar den originalen Effekt-Klassikern wie Quantec Raumsimulator, Lexicon 480 L oder Lexicon PCM 70, um nur einige wenige zu nennen. Wenn auch nicht die Dichte und Authentizität der teueren Originale erreicht wird, machen die Onboard-Prozessoren klanglich einen wirklich überzeugenden Job und stellen mehr als nur ein weiteres Marketingargument dar. Beim Editieren einiger Hall-Parameter wie Raumgröße oder Predelay fiel auf, dass der Hall- und Raumausklang kurz unterbrochen wird, wenn man die Parameter verändert. Dieses Phänomen kennt man aber selbst von teuren Studio-Hallgeräten und stellt für mich kein echtes Problem dar.
In der Regel wird man die Effekte ja bereits beim Soundcheck festlegen und während der Show ggf. die Send-Anteile fahren. Man sollte sich aber trotzdem vor dem Live-Einsatz mit den Effekten vertraut machen, um genau zu wissen, welchen Parameter man während der Show bedenkenlos verändern kann und welchen besser nicht.