Apogee Symphony I/O

Sym_frontKonzept

Laut Apogee basiert das Symphony I/O auf einem völlig neuen Schaltungskonzept mit weniger Bauteilen, direkteren Signalwegen und Wandlern der jüngsten Generation, um die Soundqualität zu optimieren. Wie die AD-16X Wandler ist auch Symphony I/O mit einer Big Ben Clock ausgestattet. So kann man sich auch die Investition in eine externe Master-Clock sparen.  
Beim neuen Interface wurde die Latenz noch weiter reduziert. In Verbindung mit Apogees Symphony 64 PCIe-Karte benötigt das System maximal 1,8 Millisekunden vom analogen Input bis zum analogen Out. Damit schlägt das Symphony-Konzept sogar ein Pro Tools HD System.
Jede Symphony 64 PCIe-Karte unterstützt bis zu 64 Kanäle bei 24 Bit und Samplerates bis zu 192 kHz.
Für eine komfortable Steuerung der Systemparameter und Routing-Funktionen, aber auch zum Erstellen unterschiedlicher Monitor-Mischungen stellt Apogee die sogenannte Maestro Software bereit.

 

Apogee verfolgt beim Symphony I/O ein intelligentes modulares Konzept. Kern des Systems ist das Basis-Modul, welches im schicken 19"-Gehäuse (2HE) untergebracht ist.
Die Basis-Einheit hat rückseitig zwei zu Pro Tools HD kompatible Symphony-Ports (Main und Thru). Über diese Ports lässt sich das Interface einfach an die Core-Karte eines Pro Tools HD Systems oder an eine Symphony 64 PCIe-Karte anschließen.
Für den direkten Anschluss an einen Rechner ist das Symphony I/O Basis-Modul mit einer USB 2.0-Schnittstelle ausgerüstet. Für zukünftige Anwendungen hat Apogee dem Symphony I/O sogar einen Ethernet-Port spendiert. Man darf gespannt sein, was uns hier erwartet. 
Über ein optionales Symphony I/O Thunderbolt-Gerät kann man das System sogar mit der neuen Schnittstelle nutzen.

 

symth-back

Ansonsten bietet das Basis-Modul lediglich vier BNC-Buchsen für die Wordclock-Anschlüssse. Ähnlich wie bei den Pro Tools Interfaces finden wir einen Input, einen Output sowie zwei Loop-Anschlüsse zum Durchschleifen der Clock. Um eine optimale Anpassung der Clock-Signale zu gewährleisten, lässt sich bei Bedarf per Schalter ein Terminator aktivieren. Sind die angeschlossenen Geräte bereits terminiert, so kann dieser Widerstand einfach abgeschaltet werden.
Die Symphony I/O Basis-Einheit ist mit zwei Slots ausgestattet, in die sich verschiedene Module einstecken lassen. Derzeit bietet Apogee sechs verschiedene Module mit verschiedenen Analog- oder Digital-I/Os an.
Das Symphony I/O Basis-Gerät verfügt über zwei regel- und konfigurierbare Kopfhörer-Ausgänge auf der Vorderseite und übernimmt ebenso die Funktionalität eines einfachen Monitor-Controllers. Das spart nicht nur Nerven, sondern auch Kosten.
Zur komfortablen Aussteuerungs-Kontrolle verfügt das Interface über 16 flexibel konfigurierbare Aussteuerungs-Bargraphs (jeweils 10 Segmente). 
Die direkte Kommunikation mit dem Gerät erfolgt über zwei gerasterte Endlos-Drehregler auf der Vorderseite. Die Knöpfe der Regler dienen auch gleichzeitig als Taster, um Eingaben zu bestätigen oder Editiervorgänge abzuschließen. Im Umfeld der Aussteuerungsanzeigen finden wir eine Reihe von Status- und Parameter-Anzeigen inkl. eines großen Displays für die Samplingrate. So hat man auch ohne Software stets einen guten Überblick über die eingestellten Settings.


Die I/O-ModuleSym_IO_Modules_Fan

Durch die freie Wahl der verfügbaren Module lässt sich jedes Symphony I/O dem jeweiligen Einsatzbereich auf den Leib schneidern. Das macht Apogees Interface zur flexibelsten Lösung im Bereich der Wandler/Audio-Interfaces.

Hier die Module im Überblick, wobei die Bezeichnungen der Karten schon fast selbsterklärend sind:

16x16 Analog I/O - dieses Modul verfügt neben einem S/PDIF I/O-Port (Cinch-Buchsen) über 16 analoge Eingänge und 16 analoge Ausgänge in Form von vier 8-kanaligen DSUB-Buchsen. Die DSUB-Anschlüsse sind zu den üblichen Pro Tools Kabelpeitschen kompatibel.Sym_IO_Module_16_AnalogIN_AESOUTSym_IO_Module_16_AnalogOUT_AESIN

16 Analog IN + 16 Optical OUT - auch bei diesem Modul finden wir den oben beschriebenen S/PDIF I/O-Port. Ergänzt werden die Anschlüsse durch zwei 8-kanalige DSUB-Buchsen als analoge Eingänge (insgesamt 16) sowie durch vier optische Digital-Ausgänge. Die digitalen Ausgänge können dabei entweder als 16 ADAT-Kanäle (bis max. 48 kHz), 16 S/MUX-Kanäle (max. 96 kHz) oder als 4 S/PDIF-Ausgänge (bis maximal 192 kHz) fungieren.Sym_IO_Module_16_analogIN_opticalOUT

16 Analog OUT + 16 Optical IN - gleiches Layout wie das zuvor beschriebene Modul, nur handelt es sich hier um analoge Ausgänge und Digitaleingänge.Sym_IO_Module_16_analogOUT_opticalIN

8 Analog I/O + 8 AES I/O - bietet 8 analoge Eingänge, 8 analoge Ausgänge sowie 8 AES/EBU-I/O-Kanäle, jeweils als DSUB-Anschlüsse konzipiert. Dazu kommt auch hier die koaxiale S/PDIF-Schnittstelle.

Sym_IO_Module_8_Analog_AES

8 Analog I/O + 8 Optical I/O - liefert neben dem S/PDIF-Port ebenfalls 8 analoge Eingänge, 8 analoge Ausgänge (als DSUB-Anschlüsse konzipiert) sowie vier optische Anschlüsse (2x In, 2x Out), die wie bei den anderen „Optical“-Modulen als ADAT-, S/MUX- oder S/PDIF-Ports genutzt werden können.Sym_IO_Module_8_Analog_Optical

8 Mic Preamp - das jüngste Modul der I/O-Boards erweitert die Funktionalität des normalen Analog-Boards um acht Mikrofon-Vorverstärker. Dabei werden die Mikros über den normalen DSUB-Eingang des Analog-Boards angeschlossen. Das Preamp-Modul bietet jedoch zwei weitere DSUB-Buchsen, die als symmetrische Inserts ausgelegt sind, d.h. über diese Anschlüsse lassen sich externe Geräte wie EQs oder Kompressoren zwischen der Mikro-Vorverstärker- und der Line-Signalstufe einschleifen. Dies ist schon äußerst praktisch, aber damit nicht genug: Gleichzeitig bietet das Preamp-Modul vier Direkteingänge für Instrumente. Aus Platzgründen sind diese allerdings nur als Mini-Klinken ausgelegt.Sym_IO_Module_8_Micpre


Bedienung

Verwendet man das Apogee Symphony I/O  in Verbindung mit einem Pro Tools System, braucht man eigentlich so gut wie gar nichts zu machen. Man verbindet das Apogee über das normale Kabel mit der Pro Tools Karte, und Pro Tools erkennt das Apogee Symphony I/O als Audio-Interface. Im Pro Tools Hardware-Setup-Menü lassen sich dann wie gewohnt alle Parameter des Audio-Interfaces einstellen. Möchte man bei den Settings in die Tiefe gehen oder das Interface ohne Pro Tools verwenden, so sollte man die aktuellsten Treiber und Softwares inkl. Maestro installieren. Diese gibt es natürlich kostenlos und ohne vorherigen Lizensierungsstress auf der Apogee-Webseite.
Für die Kommunikation mit Maestro muss das Symphony I/O stets über USB mit dem Rechner verbunden sein, selbst bei der Pro Tools Anbindung.
Verwendet man das Symphony I/O mit Logic Pro, so nimmt man auch hier die wichtigen Setup-Einstellungen unter den Audio-Preferences vor.
Beim Einsatz mit einer Apogee Symphony PCIe-Karte erfolgt die Konfiguration zum Teil über die DAW-Software wie auch über die Maestro Software.


Maestro Software

Die aktuelle Version von Maestro wurde speziell für das Symphony I/O redesignt. Über sie lassen sich nicht nur alle System-Parameter (z.B. Digital-Formate, Aussteuerungsanzeigen, Monitor-Einstellungen, I/O-Kalibrierung, Synchronisation etc.) sämtlicher im Setup verwendeter Apogee Interfaces verwalten, es lassen Sym_IO_Mobilesich ebenso Input/Output-Routings, latenzfreie Monitor-Mixes usw. erstellen. Wie die anderen Apogee Interfaces unterstützt auch das Symphony I/O die „Softlimit“-Funktion. So lassen sich Aufnahmen generell ein wenig höher aussteuern, ohne eine Übersteuerung des Wandlers zu riskieren, und gelegentliche Pegel-„Ausreißer“ recht gut in den Griff bekommen. Durch „Softlimit“ gewinnt man unter Umständen pro Kanal immerhin bis zu 4 dB mehr Headroom.


Anwendung

Zur Vorbereitung wurden im Pro Tools G5 sowie im Macbook Pro zunächst die o.g. Softwares installiert, was nur wenige Minuten dauerte.
Zunächst testeten wir das Symphony I/O in Verbindung mit einem Pro Tools HD System.
Startet man das Programm, so erkennt Pro Tools gleich das Symphony I/O Interface, welches jedoch wie zwei HD 192 angezeigt wird. In Pro Tools nimmt man dann wie gewohnt alle Einstellungen im Hardware-Setup-Menü vor.
Ähnlich einfach lief auch der Einsatz mit dem Macbook Pro Sym_IO_Systemund Logic Pro. Die gesamte Bedienung ist trotz der Komplexität des Systems sehr einfach, ganz gleich, ob man nun die Maestro Software benutzt oder die beiden Bedien-Knöpfe auf der Vorderseite verwendet.
Dank der cleveren Menü-Führung ist selbst die Bedienung über nur zwei Endlos-Drehregler mit Tastfunktion alles andere als unkomfortabel - ganz im Gegenteil.


Fazit

Mit dem neuen Symphony I/O liefert Apogee ein modernes Interface, welches nicht nur in Bezug auf die enorme Flexibilität punktet. Das Symphony I/O überzeugt auf der ganzen Linie.


Facts:
·    modulares Audio Recording Interface
·    kompatibel mit Mac OS X ab 10.5.8
·    Stand-Alone-Funktionalität, Avid Pro Tools HD- und Symphony-Anbindung
·    Maestro Software zur Steuerung aller Parameter und zum Erstellen latenzfreier Monitor-Mischungen
·    zwei Einbauschächte für optionale Ein-/Ausgangsmodule mit bis zu 32-Kanälen
·    zwei Multi-Funktions-Encoder
·    GUI-Display
·    16-Kanal Aussteurungs-Anzeige (10-Segment) inkl.  Peak/Over-Funktion
·    7-Segment Samplerate-Anzeige

Anschlüsse:
·    Apogee Symphony-Port (2x, Pro Tools HD-kompatibel)
·    2 unabhängige Kopfhörer-Ausgänge
·    Wordclock (In, Out, 2x Loop)
·    USB-2.0 
·    Ethernet

Abmessungen: 19", 2HE (Rackwinkel abnehmbar)


UVP*:

Basis-Einheit: 1695 EUR

Module: je 1963 EUR, bis auf 16x16 Analog I/O (wird mit 3499 USD angegeben, bei Redaktionsschluss stand noch kein EUR-Preis fest.)

www.apogeedigital.com

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